2008
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2008
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2008-11-20
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-26226
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/50559/files/Schmidt_Wilcke_Philipp.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Kontrast-Echokardiographie (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Remodelling (frei) ; No-Reflow-Phänomen (frei) ; St-Hebungsinfarkt (frei) ; no-reflow phenomenon (frei) ; contrast echocardiography (frei) ; remodelling (frei) ; acute myocardial infarction (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Trotz erfolgter Intervention und Wiedereröffnung von verschlossenen epikardialen Gefäßen bei Patienten mit akutem Herzinfarkt kann es aufgrund der zeitlichen Latenz zu einem irreversiblen Schaden der Mikrozirkulation auf endo- und myokardialer Ebene kommen. Das Ausmaß dieses so genannten „No-Reflow-Phänomens“ ist mit einem linksventrikulärem Funktionsverlust verbunden, welcher entscheidend die Prognose und Mortalität des einzelnen Patienten beeinflusst. Eine am Patientenbett durchführbare nicht-invasive Untersuchungsmethode stellt die so genannte Kontrastechokardiographie dar, welche es ermöglicht, neben der Darstellung der Morphologie des linken Ventrikels die verbleibenden Perfusionsdefizite auf myokardialer Ebene darzustellen. Bei einer klinisch-prospektiv durchgeführten Studie wurden 52 Patienten erfasst, welche einen akuten Herzinfarkt erlitten hatten und anschließend am Universitätsklinikum Aachen notfallmäßig mittels PTCA behandelt wurden. Eine im Anschluss nach Intervention durchgeführte Kontrastechokardiograhie (Erstuntersuchung) und die daraus abgeleiteten Perfusionsindices zusammen mit verbleibenden – echokardiographisch bestimmter – ST-Hebungen nach Intervention wurden hinsichtlich der Erholung der linksventrikulären Funktion und der Ausbildung eines Remodellings untersucht. Die ermittelten Perfusionsindices haben gezeigt, dass sie bei einzelnen Patienten hinsichtlich einer Prognose herangezogen werden können, inwieweit nach Monaten Einschränkungen hinsichtlich der ventrikuläre Funktionskraft am linken Herzen zurückbleiben. Eine konkrete Aussage, ob und in welchem Ausmaß sich ein Remodelling entwickelt, ließen die Ergebnisse Werte in der Studie nicht zu. Trotz erhöhter Wahrscheinlichkeit ist nicht jeder verbleibende Perfusionsdefekt nach Infarkt auch mit der Entwicklung eines Remodellings vergesellschaftet. Dies lässt darauf schließen, dass die Entwicklung des Remodellings als ein multifaktorielles Geschehen zu verstehen ist, welches nicht nur auf eine eingeschränkte Perfusion zurückzuführen ist. Die durchgeführte Studie ebenfalls zeigen, dass das EKG nur ansatzweise eingesetzt werden kann, um ein genaues flächenmäßiges Ausmaß eines nicht reperfundierten Areals nach Intervention zu offenbaren und auf Parameter der linksventrikulären Funktion und die Entwicklung eines Remodellings zu schließen. Das EKG hat somit weiterhin seine größte Bedeutung darin, die Infarktform und die Infarktlokalisation festzulegen. In seiner prognostischen Aussagekraft, hinsichtlich einer Wiedererholung der linksventrikulären Funktion nach Monaten und Entwicklung eines Remodellings nach Monaten, ist es klar eingeschränkt.Despite successful intervention and reopening of closed cardiac vessels in patients with acute myocardial infarction it can come to an irreversible damage to the microcirculation and endo-myocardial level due to the time latency. The extent of this so-called "no-reflow phenomenon" is combined with a loss of function, which affects Mortality and the prognosis of patients. A beside viable, non-invasive method of investigation is the myocardial contrast echocardiography which can show the remaining lack of the myocardial perfusion in addition to the representation of the morphology of the left ventricle at present. To a prospective clinical study 52 patients were included, who suffered an acute myocardial infarction and were then treated at the University Hospital Aachen by emergency angioplasty. Furher by resultant opacification scores evaluated by myocardial contrast echocardiography and remaining ST-elevations after angioplasty were regarded to the recovery of left ventricular function and the formation of a left ventricular remodeling. The identified perfusion-scores have shown that they can be applied to evaluate an individual patient prognosis regarding the extent of remaining restrictions of the ventricular function after months. A concrete statement, whether and to what extent a remodeling develops, could not be evaluated. Despite of increased likelihood every remaining lack of perfusion after infarction is not socialized with the development of a remodeling. This suggests that the development of a left ventricular remodeling can be understood as a multifactorial done and is not solely attributable to a limited perfusion. The study also shows that the only rudimentary ECG can not be used to show the exact extent of a non perfused area after intervention and to reveal parameters of left ventricular function and the development of a remodeling. Thus The ECG has still got its greatest significance to define infarct shape and the infarct location. In its prognostic significance, in terms of recovery of left ventricular function recovery after months and development of a remodeling after months, it is clearly restricted.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT015819462
Interne Identnummern
RWTH-CONV-113099
Datensatz-ID: 50559
Beteiligte Länder
Germany
|
The record appears in these collections: |