2002
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2002
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2002-11-18
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-4712
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/57230/files/Grommes_Jochen.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; Chirurgie (frei) ; MIC (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Die postoperative Dysphagie nach der Fundoplikatio wird durch eine zu enge Hiatoplastik oder Fundusmanschette bestimmt. Die in der offenen Technik bewährte 2-Finger-Probe kann laparoskopisch nicht durchgeführt werden. Ziel unserer Studie war es, Möglichkeiten der intraoperativen Erfolgskontrolle zu untersuchen. Die Untersuchungen wurden als Akutversuch an 9 Hausschweinen. Nach jedem Operationsschritt erfolgte eine 4-Kanal-Perfusionsmanometrie. 4 Tiere erhielten eine weite und 5 Tiere eine enge Fundoplikatio. Die Weite der Fundoplikatio wurde dabei nicht nur manometrisch, sondern auch mechanisch mit einer Babcockzange und Newtonmeter, endoskopisch und radiologisch beurteilt. Abschließend wurden die Tiere laparotomiert und die Fundoplikatio offen beurteilt und ausgemessen. Ergebnis: Manometrisch bestand der UÖS der Schweine aus einer 7,95cm (Interquartilabstand: 3,45cm) langen zweigipfligen Hochdruckzone, wovon der distale Gipfel dem muskulären Anteil und der proximale Gipfel dem Hiatusschlitz entsprach. Der Ruhedruck (Mediandruck) lag nach Narkoseeinleitung bei 7mmHg (IQA: 15,9 mmHg). Nach Anlage der weiten Fundoplikatio stieg er auf 28,5mmHg (IQA: 31,4mmHg), nach enger Fundoplikatio auf 37,8mmHg (IQA: 29,2mmHg). Das Integral über der Hochdruckzone unterschied sich singifikant zwischen weiter Fundoplikatio (Median: 2483,9mmHgmm; IQA: 2984,5mmHgmm) und enger Fundoplikatio (Median: 3849,2mmHgmm; IQA: 3004,5mmHgmm) bei weiten Interquartilabständen. Das Sphinkter-Vektor-Volumen für eine weite Fundoplikatio betrug 199950,33 mmHg2mm (IQA: 341874,14 mmHg2mm), für eine enge Fundoplikatio 426286,92 mmHg2mm (IQA: 620363,98 mmHg2mm). Es ergibt sich zwar ein signifikanter Unterschied (Wilcoxon p<0,01), jedoch ist diese Signifikanz bei sehr breiten Interquartilabständen nur eingeschränkt verwertbar. Das Spreizen einer Babcock-Zange in der Fundoplikatio erforderte eine Kraft von 6,5N +/-033N bei einer weiten Fundoplikatio und von 10,7N +/-0,52N bei enger Fundoplikatio. Dieser Unterschied war signifikant (p<0,01, Wilcoxon-Rangsummentest). Der Kraftaufwand zur Passage eines Gastroskops durch die normal weite Fundoplikatio betrug 7N+/-1,26N und bei enger Fundoplikatio 10,8N+/-0,4N (p<0,01). Dabei wurde eine Kontrastmittelübertritt in den Magen bei normal weiter Fundoplikatio nach der Instillation von 46,0ml+/-3,6ml und bei enger Fundoplikatio von 88,6ml+/-3,6ml Volumen beobachtet, daraus resultierte ein intraösophagealer Druck von 17,5mmHg+/-4,7mmHg bei normal weiter Fundoplikatio und von 80,0mmHg+/-10,6 mmHg bei enger. Der post mortem ausgemessene Durchmesser der weiten Fundoplikatio war mit 3,4+/-0,4cm signifikant größer als der der engen Fundoplikatio mit 1,9+/-0,3cm (p<0,01). Aufgrund der breiten Streuung der intraoperativ erhobenen Druckwerte war die Manometrie weniger zuverlässig zur Vorhersage einer engen oder weiten Fundoplikatio. Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass die mechanische Überprüfung der Weite einer laparoskopischen Fundoplikatio mit einer Babcock-Zange oder einem Gastroskop besser mit dem Befund einer mechanisch zu engen Fundoplikatio korreliert als die intraoperative Manometrie. Die Überprüfung mit der Babcock-Zange und Newtonmeter war schnell und einfach durchführbar. Die intraoperative Endoskopie war ähnlich zuverlässig, jedoch nicht ohne zusätzliche Maßnahmen zu objektivieren.The postoperative dysphagia after the fundocation is caused by a too tight funduscuff. The 2-finger-test, known in the open procedure, can't be used in laparascopic procedure. The aim of our studies was to show possibilities of the intraoperative success control. 9 domestic pigs were test animals. A manometry followed after every operation step. 4 pigs got a floppy fundoplication, 5 a tight one. The width was judged by manometry, endoscopy, radiology and mechanic. In the end the fundoplication was judged after laparatomy. Results: In the manometry the LES was a two humped high pressure zone (length 7,95cm, interquartildistance(iqd) 3,45cm). The median pressure was 7 mmHg (15,9mmHg), increased after floppy fundoplication up to 28,5 mmHg(31,4mmHg) and after a tight one up to 37,8 mmHg (29.2mmHg). The integral over the high pressure zone was significantly different between floppy (median: 2483,9mmHgmm; iqd: 2984,5mmHgmm) and tight fundoplication (median:3849,2mmHgmm; iqd: 3004,5mmHgmm) with extensive interquartildistance. The sphincter vektor volume was 199950,33 mmHg2mm (iqd: 341874,14 mmHg2mm) in a floppy fundoplication and 426286,92 mmHg2mm (iqd: 620363,98 mmHg2mm) in a tight fundoplication. There is a significant difference (Wilcoxon p<0,01), but this is limited usuable by the extensive interquartildistance. There was a significant difference between the power needed to open the babcock forceps in a floppy fundoplication and the power needed in a tight one (floppy :6,5N+/-0,33N; tight:10,7N+/-0,52N)(p<0,01 Wilcoxon). The power to get over the fundoplication with a gastroscop was 7N+/-1,26N in the floppy fundoplication and 10,8N+/-0,4N (p<0.01) in the tight one. The diameter of the floppy fundoplication was 4,3 cm+/-0,4cm and the diameter of the tight fundoplication was 1,9cm+/-0,3cm. Conclusion: Because of the extensive interquartildistance the manometry was less reliable than the mechanic and endoscopic test to predict the tightness of fundoplication.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT013602103
Interne Identnummern
RWTH-CONV-119286
Datensatz-ID: 57230
Beteiligte Länder
Germany
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