2006
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2006
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2005-10-10
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-15918
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/61442/files/Buchwald_Fredrik.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; Schlaganfall (frei) ; Hirnblutung (frei) ; Hirninfarkt (frei) ; Basalganglien (frei) ; Basalganglienkrankheit (frei) ; Thalamus (frei) ; Neuropsychologie (frei) ; Neuropsychologische Diagnostik (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Der Schlaganfall ist ein akut auftretendes neurologisches Defizit, das auf einer zerebrovaskulären Erkrankung basiert (Infarkt oder Blutung) und im Prinzip jeden Teil des Gehirns betreffen kann. Auch die vaskuläre Schädigung subkortikaler Strukturen, d.h. Basalganglien, Thalamus und weißer Substanz ziehen neurologische und neuropsychologische Defizite nach sich. Ziel dieser Studie ist es, die Art und den Verlauf der neuropsychologischen Funktionseinschränkung nach vaskulärer Schädigung von Basalganglien und/oder Thalamus näher zu charakterisieren. Besonderes Augenmerk wird auf die visuelle Aufmerksamkeit und exekutive „frontale“ Funktionen gerichtet. Berücksichtigt wurden Patienten mit umschriebener Blutung oder Infarkt im Bereich von Basalganglien und/oder Thalamus. Eine kortikale Mitbeteiligung wurde mit Hilfe einer Magnet-Resonanz-Tomographie ausgeschlossen. Die Patienten wurden einer breitgefächerten neuropsychologischen Testbatterie unterzogen; um eine zufallskritische Beurteilung zu ermöglichen, stützt sich die Auswertung vor allem auf T-normierte Tests. 11 Patienten mit akuter umschriebener subkortikaler vaskulärer Läsion wurden nach Berücksichtigung der Ausschlußkriterien in die Studie aufgenommen. Die Auswertung der neuropsychologischen Testergebnisse zeigt, daß die Funktionseinschränkungen nicht genereller Art sind, sondern vor allem die visuelle Aufmerksamkeit und exekutive „frontale“ Funktionen betreffen. Gedächtnisdefizite treten nur im Ausnahmefall auf. Die Reaktion auf rein visuell-sensorische Stimulation ist bei rechts- und linksseitiger Läsion gleichermaßen beeinträchtigt; Defizite der orientierenden und exekutiven visuellen Aufmerksamkeit dominieren nach rechtsseitiger Schädigung. Schwächen der reaktiven kognitiven Flexibilität treten nach Läsion der Basalganglien aber nicht des Thalamus auf und sind auf die linke Hirnhälfte beschränkt. Die Funktionseinschränkungen sind auf Unterbrechung der kortiko-striato-pallido-thalamo-frontalen Schleifen bzw. des vorderen und hinteren Aufmerksamkeitsnetzwerks zurückzuführen. Die neuroradiologischen Befunden deuten darauf hin, daß die Funktionseinschränkungen auf Schädigung der subkortikalen Kerngebiete und nicht auf die der Leitungsbahnen in der weißen Substanz beruhen. Die neuropsychologischen Leistungen verbesserten sich nach einem Jahr nur mäßig; die Verbesserung war meist nicht signifikant.Stroke is a neurological deficit with acute onset based on a cerebrovascular disease (infarction or haemorrhage); principally every part of the brain can be involved. Even vascular damage to subcortical structures, i.e. basal ganglia, thalamus and white matter leads to neurological and neuropsychological deficits. Aim of this study is to characterize the neuropsychological deficits and their development after vascular damage to basal ganglia and/or thalamus. Special emphasis is aimed on visual attention and executive “frontal” functions. Included were patients with an acute circumscribed bleeding or infarction of the basal ganglia and/or thalamus. Cortical damage was excluded by magnet resonance tomography. The patients underwent a broad neuropsychological test battery. Standardized tests are used. Finally 11 patients with an acute localised subcortical vascular lesion were submitted to this study. The results from neuropsychological testing show that the deficits are not of general character but predominantly involve visual attention and executive “frontal” functions. Memory deficits are rare. Reaction to pure visual sensory stimulation is equally impaired after right- and left-sided lesions; deficits of spatial orienting and executive visual attention dominate after right-sided lesions. Reactive cognitive flexibility is impaired due to lesions of left-sided basal ganglia but not thalamus. The deficits are caused by disruption of cortico-striato-pallido-thalamo-cortical neuronal loops and/or by disconnection of parts within the anterior and posterior attention network Data from neuroimaging indicate that these deficits are due to lesions of the subcortical nuclei and not white matter. Neuropsychological performance did not improve significantly.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT014893407
Interne Identnummern
RWTH-CONV-123105
Datensatz-ID: 61442
Beteiligte Länder
Germany
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