2010
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2010
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2010-05-20
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-32695
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/63110/files/3269.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Karies (Genormte SW) ; Zahnschmelzkaries (Genormte SW) ; Oberflächenspannung (Genormte SW) ; Prävention (Genormte SW) ; Fluoride (Genormte SW) ; Olivenöl (Genormte SW) ; Xylit (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Kontaktwinkelmessung (frei) ; Argon-Ionen-Laser (frei) ; caries (frei) ; surface tension (frei) ; prophylaxis (frei) ; fluoride (frei) ; contact angle measurement (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
In der vorliegenden Arbeit wurden verschiedene kariesprophylaktische Materialien und Methoden im Hinblick auf ihre oberflächenverändernde Wirkung auf Zahnoberflächen untersucht. Ziel der Arbeit war es herauszufinden, inwiefern sich die Benetzbarkeit der Zahnoberfläche nach der Behandlung verändert. Zur Kontaktwinkelmessung wurde das Gerät „DSA 10“ der Firma Krüss (Krüss GmbH, Hamburg, Deutschland) zusammen mit dem Analyseprogramm „DSA analysis“ verwendet. Als Probenmaterial diente boviner Zahnschmelz, der in lichthärtendem Kunststoff eingebettet wurde. Für die Messung wurde eine ausreichend große Fläche zunächst mit einer 800er und anschließend mit einer 2400er Körnung poliert. Insgesamt wurden 80 Rinderzahnproben selektiert und unbehandelt gemessen. Anschließend wurden jeweils 10 Proben mit den folgenden Materialien behandelt: Amin- und Natriumfluorid (0,9 vs. 1,0% F- für jeweils 3 min), Olivenöl, Xylit (40 %ige Lösung für 24h), Argon-Ionen-Laser. Die Versuchsreihe mit dem Argon-Ionen-Laser wurde mit zwei Bestrahlungsdosen (12,5 und 25 J/cm²) durchgeführt, um zu testen, ob die Dauer der Bestrahlung eine Auswirkung auf die Oberfläche hat. In der vorliegenden Untersuchung ergab sich für 6 der 7 Messreihen ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Mittelwerten der Kontaktwinkel vor und nach der Behandlung. Die Kontaktwinkel bei Anwendung der beiden Fluoride waren nach der Behandlung kleiner als vorher, was eine größere Benetzung der Oberfläche bedeutet. Die Kontaktwinkel vor der Behandlung lagen im Mittel bei 50,8° (SD 4,47°) (Aminfluorid) bzw. 55,78° (SD 9,19°) (Natriumfluorid). Nach der Behandlung verringerten sich die Winkel auf 21,45° (SD 3,69°) (Aminfluorid) und 26,37° (SD 11,23°) (Natriumfluorid). Die berechneten p-Werte der verbundenen t- Tests ergaben für Aminfluorid p< 0,0001 und für Natriumfluorid p=0,0002. Bei der Versuchsreihe mit Olivenöl ergaben sich, wie zu erwarten war, größere Kontaktwinkel als vorher. Die Kontaktwinkel lagen vor der Behandlung bei 51,14° (SD 7,66°) und nach der Bearbeitung bei 69,13° (SD 5,66°; p < 0,0001). Die Bearbeitung der Proben mit Xylit ergab als einzige Messreihe keinen statistisch signifikanten Unterschied. Der Kontaktwinkel änderte sich nahezu nicht (vorher: 54,02° SD 6,37°; nachher: 53,38° SD 5,18°; p=0,4557). In der letzten Versuchsreihe wurden die Rinderzahnproben mit einem Argon-Ionen Laser (Firma Premier Laser Systems; Typ AragoTM) behandelt. Die Bestrahlungszeit betrug 13 und 26 Sekunden. Die Proben wiesen bei beiden Messreihen nach der Bestrahlung einen größeren Kontaktwinkel auf als vorher. Der Kontaktwinkel lag vor der Bestrahlung durchschnittlich bei 48,6° (SD 4,26°) und danach bei 59,6° (SD 5,95°; p=0,0008). Dieser statistisch signifikante Unterschied ist ein sehr interessantes Ergebnis, da hiermit eine geringere Benetzbarkeit der Oberfläche nachgewiesen werden konnte. Theoretisch kann man dadurch auch eine geringere Plaqueentstehung auf der Zahnoberfläche erwarten. Die Plaquebesiedelung in vivo könnte den Ansatz für eine weitere Versuchsreihe darstellen. Eine Verdopplung der Bestrahlungszeit mit dem Argon-Ionen-Laser auf 26 Sekunden ergab keinen größeren Effekt auf der Zahnoberfläche. Es ergaben sich Winkel von 52,2° (SD 7,21°) vor und 61,2° (SD 6,77°) nach der Bestrahlung.In this study several materials and methods of caries prophylaxis were tested with contact angle measurement. The aim of the present study was to see, if there is any effect on the enamel surface after the caries prophylactic treatments. We used bovine incisors for contact angle measurement, embedded in light hardening polymer. 80 incisors were selected and measured without treatment. Afterwards ever 10 were treated with the following materials and methods: Amine and sodium fluoride (each for 3 min), olive oil, xylitol (40 percent for 24h), argon laser irradiation. The group with argon laser was divided into two, first with a laser irradiation at 12,5 J/cm² and second with an irradiation at 25 J/cm². There was statistical significance in 6 of the 7 measurements. Only the xylitol group had no statistical significance (contact angle before and after treatment had no difference: before 54,02 SD 6,37°; after 53,38° SD 5,18°; p=0,4557). The contact angle of both fluorides was smaller after the treatment, which means, that there was a bigger moistening (amine fluoride: before 50,8° SD4,47; after 21,45° SD 3,69 p<0,0001; sodium fluoride: before 55,78° SD 9,19°; after 26,37° SD 11,23° p=0,0002) In the olive oil group was, as supposed, a bigger contact angle after the treatment (before: 51,14° SD 7,66°; after 69,13° SD 5,66° p<0,0001). In the last group, the bovine incisors were irradiated with argon laser (Premier Laser Systems; type AragoTM).The irradiation time were 13 and 26 seconds. The contact angle after the treatment was bigger than before (48,6° SD 4,26° before; 59,6° SD 5,95° after, p=0,0008) This statistical significant difference was an interesting result, because there was less moistening on the tooth surface. Theoretical this could mean that there would also be less plaque accumulation on a tooth surface after argon laser irradiation. This could be the approach for a following in vivo study, which analyses the plaque accumulation. After the irradiation for 26 seconds, there was no bigger effect on the tooth surface (before: 52,2° SD 7,21°; after 61,2° SD 6,77°).
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Interne Identnummern
RWTH-CONV-124567
Datensatz-ID: 63110
Beteiligte Länder
Germany
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