2025
Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2025
Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University
Genehmigende Fakultät
Fak08
Hauptberichter/Gutachter
;
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2025-08-20
Online
DOI: 10.18154/RWTH-2025-07148
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/1017115/files/1017115.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
hierarchy level (frei) ; job satisfaction (frei) ; monetary rewards (frei) ; self-evaluations (frei) ; working from home (frei) ; working hours (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 330
Kurzfassung
Diese Dissertation behandelt relative Selbsteinschätzungen der Leistung im Arbeitskontext. Kollegen stellen die Referenzgruppe für die Selbsteinschätzungen der Arbeitnehmer dar. Die Dissertation enthält drei Studien und hat das Ziel (i) Determinanten der relativen Selbsteinschätzungen von Arbeitnehmern zu identifizieren und (ii) den Zusammenhang zwischen Selbsteinschätzungen und einem spezifischen jobbezogenen Ergebnis, nämlich der Arbeitszufriedenheit, zu bewerten. Während die erste Studie Selbsteinschätzungen von Fähigkeiten sowie Arbeitseinsatz berücksichtigt, befassen sich die zweite und dritte Studie mit Selbsteinschätzungen der Leistung. Dies ermöglicht einen umfassenden Überblick über relative Selbsteinschätzungen im Arbeitskontext. In der ersten Studie werden die Verknüpfungen zwischen der Arbeit im Homeoffice und den Selbsteinschätzungen der Mitarbeiter bezüglich ihrer Fähigkeiten als auch ihres Arbeitseinsatzes untersucht. Die Daten stammen vom Linked Personnel Panel (LPP), einem repräsentativen Datensatz deutscher Betriebe und ihrer Mitarbeiter. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit im Homeoffice beide Maße der Selbsteinschätzung erhöhen, insbesondere wenn die Arbeit im Homeoffice zusätzlich zu der regulären Arbeitszeit stattfindet. Zwei Managementpraktiken – Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen – sowie die erhaltene Unterstützung von Kollegen werden als potenzielle Moderatoren für den positiven Zusammenhang zwischen der Arbeit im Homeoffice und den Selbsteinschätzungen berücksichtigt. Diese Analysen zeigen, dass Leistungsbeurteilungen relevant sind, um den positiven Zusammenhang zwischen der Arbeit im Homeoffice und den Selbsteinschätzungen des Arbeitseinsatzes abzuschwächen, während Mitarbeitergespräche insgesamt weniger relevant zu sein scheinen. Die Unterstützung durch Kollegen hat nicht die erwartete moderierende Rolle in Bezug auf die Selbsteinschätzungen der Fähigkeiten oder des Arbeitseinsatzes. Die zweite Studie in dieser Dissertation untersucht verschiedene Arbeitsplatzmerkmale als potenzielle Determinanten der Selbsteinschätzungen der Leistung von Arbeitnehmern. Diese sind monetäre Belohnungen – Lohnerhöhungen und Bonuszahlungen – sowie Hierarchiestufe und wöchentliche Arbeitszeit. Außerdem werden Interaktionen mit dem Geschlecht und der Betriebszugehörigkeitsdauer berücksichtigt. Es werden Paneldaten aus einer jährlich stattfindenden Einkommensumfrage unter Fach- und Führungskräften in der deutschen chemischen Industrie genutzt. Die Ergebnisse zeigen eine besondere Relevanz der wöchentlichen Arbeitszeit für die Selbsteinschätzungen der Leistung. Darüber hinaus sind beide monetären Belohnungen sowie die Hierarchiestufe positiv mit den Selbsteinschätzungen verknüpft. Der positive Zusammenhang zwischen Bonuszahlungen und Selbsteinschätzungen ist besonders ausgeprägt bei Frauen, während der positive Zusammenhang zwischen der Hierarchiestufe und Selbsteinschätzungen insbesondere bei Männern vorhanden ist. Die Betriebszugehörigkeitsdauer hat nicht die vermutete moderierende Rolle für den Zusammenhang zwischen den monetären Belohnungen oder der Hierarchiestufe und den Selbsteinschätzungen. Die dritte Studie baut auf der Analyse der Determinanten von Selbsteinschätzungen auf, indem die Verknüpfung zwischen Selbsteinschätzungen der Leistung und der Arbeitszufriedenheit untersucht wird. Unter Verwendung der Daten aus der Einkommensumfrage in der deutschen chemischen Industrie wird festgestellt, dass Arbeitnehmer mit außergewöhnlich hohen Selbsteinschätzungen eine niedrigere Arbeitszufriedenheit haben. Die Berücksichtigung von Ungerechtigkeitswahrnehmungen bezüglich des Gesamteinkommens scheint diesbezüglich nicht relevant zu sein. Zusammenfassend ermöglichten die Ergebnisse dieser Dissertation die Identifikation von mehreren Determinanten relativer Selbsteinschätzungen von Arbeitnehmern bezüglich ihrer Leistung. Außerdem wurde der Zusammenhang zwischen Selbsteinschätzungen der Leistung und der Arbeitszufriedenheit als ein spezifisches jobbezogenes Ergebnis untersucht.This dissertation addresses relative self-evaluations of performance in an employment context. Colleagues act as the reference group for employees’ self-evaluations. The dissertation contains three studies and aims to (i) identify determinants of employees’ relative self-evaluations and (ii) assess the relationship between self-evaluations and one specific job-related outcome, which is job satisfaction. While the first study considers self-evaluations of skills and of work effort, the second and third study deal with self-evaluations of performance. This allows for a comprehensive overview of relative self-evaluations in the employment context. In the first study, the links between working from home (WFH) and employees’ self-evaluations of skills as well as work effort are examined. Data stem from the Linked Personnel Panel (LPP) which is a representative dataset of German establishments and their employees. Results show that WFH increases both self-evaluation measures, in particular when WFH is done in addition to regular working hours. Two management practices – feedback interviews and performance appraisals – as well as support received from colleagues are taken into account as potential moderators on the positive relation between WFH and self-evaluations. These analyses suggest that performance appraisals are relevant for mitigating the positive relation between WFH and self-evaluations of effort, while feedback interviews appear to be less relevant overall. Colleagues’ support is not found to have the assumed moderating role regarding self-evaluations of skills or work effort. The second study in this dissertation takes into account several job characteristics as potential determinants of employees’ self-evaluations of performance. These are monetary rewards – wage increases and bonus payments – as well as hierarchy level and weekly working hours. In addition, interactions with gender and tenure are considered. Panel data from an annual income survey among professionals and managers from the German chemical industry are used. Results show a particular relevance of weekly working hours for relative self-evaluations of performance. Moreover, both monetary rewards as well as level of the hierarchy are positively related to self-evaluations. The positive link between bonus payments and self-evaluations is pronounced for women, while the positive relation between hierarchy level and self-evaluations is particularly present among men. Tenure does not have the assumed moderating role on the relationship between monetary rewards or hierarchy level and self-evaluations. The third study builds upon the analysis of determinants of self-evaluations by examining the link between self-evaluations of performance and job satisfaction. Using data from the income survey in the German chemical sector as well, employees with exceptionally high self-evaluations are found to have lower levels of job satisfaction. Taking into account inequity perceptions with regard to total compensation seems not to be relevant in this regard. Taken together, the findings of this dissertation allowed for the identification of several determinants of employees’ relative self-evaluations of performance. Moreover, the relationship between self-evaluations of performance and job satisfaction as a specific job-related outcome was examined.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online
Sprache
English
Externe Identnummern
HBZ: HT031260140
Interne Identnummern
RWTH-2025-07148
Datensatz-ID: 1017115
Beteiligte Länder
Germany
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