2025 & 2026
Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2025, Kumulative Dissertation
Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University 2026
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
;
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2025-11-10
Online
DOI: 10.18154/RWTH-2025-10090
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/1022532/files/1022532.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
EHR (frei) ; data federation (frei) ; electronic health records (frei) ; emergency medicine (frei) ; real world data (frei) ; research infrastructure (frei) ; secondary use (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Bei der Behandlung kritisch kranker Patient:innen muss die medizinische Versorgung schnell und fehlerfrei erfolgen und sich an der verfügbaren Evidenz orientieren, die auf klinischen Daten fußt. Hierfür können sowohl kontrollierte klinische Studien als auch Real World Daten herangezogen werden, die etwa während der täglichen Versorgung in Form von elektronischen Gesundheitsdaten erhoben werden. So lässt sich die Diskrepanz zwischen kausaler Evidenz und Versorgungsrealität schließen. Ein kontinuierlich lernendes Gesundheitssystem hängt deswegen von der sinnvollen Wiederverwendung der während der Versorgung erhobenen Daten ab. Methoden, die helfen Erkenntnisse aus elektronischen Gesundheitsdaten zu gewinnen, sind daher von zentraler Bedeutung, um die Versorgung von Patient:innen zu verbessern.In dieser Dissertation wird am Beispiel des AKTIN Notaufnahmeregisters untersucht, wie föderierte und verteilte Dateninfrastrukturen Routinedaten aus Intensiv- und Notfallversorgung sicher nutzbar machen können. Dazu wurden drei Studien durchgeführt. Als erstes wurde eine exemplarische Plattform entwickelt, die es den Behörden des öffentlichen Gesundheitswesens ermöglicht, in Echtzeit auf intensivmedizinische Daten zuzugreifen, ohne lokale Datenhoheit zu untergraben. Als zweites wurde untersucht, wie das AKTIN Notaufnahmeregister einen bundesweiten, krankenhausübergreifenden Zugriff auf Routinedaten ermöglicht und dabei Open Data mit den individuellen Interessen der Dateninhaber*innen in Einklang bringt. Als drittes wurde untersucht, wie die Wiederverwendung von Routinedaten klinische Prozesse in der Notaufnahme verbessern kann. Dazu wurde eine Cross-Over-Studie durchgeführt, in der die Auswirkungen von während der Triage ermittelten Zeitzielen auf Wartezeiten in der Notaufnahme untersucht wurden.Die Arbeiten veranschaulichen, dass die erfolgreiche Integration kontinuierlicher Datenströme in die klinische Praxis maßgeblich von robusten und transparenten Methoden der Datenverarbeitung abhängt. In Kombination mit föderierten Architekturen ermöglichen diese nicht nur eine sichere und skalierbare Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten, sondern auch eine effiziente Einbindung in evidenzbasierte Entscheidungsprozesse und Versorgungsoptimierung.. Durch die systematische Erschließung elektronischer Gesundheitsdaten kann ein Gesundheitssystem ermöglicht werden, dass sich selbstständig und kontinuierlich zum Wohle der Patient:innen verbessert.Bei der Behandlung kritisch kranker Patient:innen muss die medizinische Versorgung schnell und fehlerfrei erfolgen und sich an der verfügbaren Evidenz orientieren, die auf klinischen Daten fußt. Hierfür können sowohl kontrollierte klinische Studien als auch Real World Daten herangezogen werden, die etwa während der täglichen Versorgung in Form von elektronischen Gesundheitsdaten erhoben werden. So lässt sich die Diskrepanz zwischen kausaler Evidenz und Versorgungsrealität schließen. Ein kontinuierlich lernendes Gesundheitssystem hängt deswegen von der sinnvollen Wiederverwendung der während der Versorgung erhobenen Daten ab. Methoden, die helfen Erkenntnisse aus elektronischen Gesundheitsdaten zu gewinnen, sind daher von zentraler Bedeutung, um die Versorgung von Patient:innen zu verbessern.In dieser Dissertation wird am Beispiel des AKTIN Notaufnahmeregisters untersucht, wie föderierte und verteilte Dateninfrastrukturen Routinedaten aus Intensiv- und Notfallversorgung sicher nutzbar machen können. Dazu wurden drei Studien durchgeführt. Als erstes wurde eine exemplarische Plattform entwickelt, die es den Behörden des öffentlichen Gesundheitswesens ermöglicht, in Echtzeit auf intensivmedizinische Daten zuzugreifen, ohne lokale Datenhoheit zu untergraben. Als zweites wurde untersucht, wie das AKTIN Notaufnahmeregister einen bundesweiten, krankenhausübergreifenden Zugriff auf Routinedaten ermöglicht und dabei Open Data mit den individuellen Interessen der Dateninhaber*innen in Einklang bringt. Als drittes wurde untersucht, wie die Wiederverwendung von Routinedaten klinische Prozesse in der Notaufnahme verbessern kann. Dazu wurde eine Cross-Over-Studie durchgeführt, in der die Auswirkungen von während der Triage ermittelten Zeitzielen auf Wartezeiten in der Notaufnahme untersucht wurden.Die Arbeiten veranschaulichen, dass die erfolgreiche Integration kontinuierlicher Datenströme in die klinische Praxis maßgeblich von robusten und transparenten Methoden der Datenverarbeitung abhängt. In Kombination mit föderierten Architekturen ermöglichen diese nicht nur eine sichere und skalierbare Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten, sondern auch eine effiziente Einbindung in evidenzbasierte Entscheidungsprozesse und Versorgungsoptimierung.. Durch die systematische Erschließung elektronischer Gesundheitsdaten kann ein Gesundheitssystem ermöglicht werden, dass sich selbstständig und kontinuierlich zum Wohle der Patient:innen verbessert.When treating critically ill patients, care must be prompt, error-free, and guided by the best available evidence rooted in clinical data. Evidence can be derived from controlled clinical trials or real-world data collected during routine care such as electronic health records. These data bridge the gap between causal evidence and clinical practice. A continuously learning healthcare system therefore depends on the meaningful re-use of the records it produces. Methodologies that transform electronic health record data into insights are thus central to advancing evidence-based medicine.This dissertation examines how federated and distributed data infrastructures—exemplified by the AKTIN Emergency Department Data Registry—can harness electronic health record data from emergency and intensive care settings. Three studies were carried out for this purpose. First, it presents a prototype platform enabling public health authorities to access patient-level ICU data in real time without undermining local data control. Second, it explores how the AKTIN Emergency Department Data Registry facilitates large-scale, federated data access across multiple hospitals, balancing the need for open data with the individual interests of data holders. Third, it investigates how re-using Emergency Department data can improve clinical processes, evidenced by a crossover study assessing the impact of displaying Manchester Triage System time targets on waiting times and treatment outcomes.Together, these works demonstrate that the successful integration of continuous data flows into clinical practice relies on robust and transparent data processing methodologies. When combined with federated architectures that foster trust among stakeholders, these approaches enable secure, scalable utilization of electronic health data while supporting evidence-based decision-making and optimizing patient care. By leveraging EHRs as evidence, healthcare systems can evolve into self-sustaining, learning environments that ultimately drive better patient outcomes.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT031340777
Interne Identnummern
RWTH-2025-10090
Datensatz-ID: 1022532
Beteiligte Länder
Germany
Journal Article
Implementation report on pioneering federated data access for the German National Emergency Department Data Registry
npj digital medicine 8, 94 (2025) [10.1038/s41746-025-01481-w]
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Contribution to a book/Contribution to a conference proceedings
A Federated and Distributed Data Management Infrastructure to Enable Public Health Surveillance from Intensive Care Unit Data
Challenges of Trustable AI and Added-Value on Health : Proceedings of MIE 2022 / Edited by: Brigitte Séroussi, Patrick Weber, Ferdinand Dhombres, Cyril Grouin, Jan-David Liebe, Sylvia Pelayo, Andrea Pinna, Bastien Rance, Lucia Sacchi, Adrien Ugon, Arriel Benis, Parisis Gallos
Medical Informatics Europe : Challenges of Trustable AI and Added-Value on Health, MIE 2022, NiceNice, France, 27 May 2022 - 30 May 2022
[Erscheinungsort nicht ermittelbar] : IOS Press, Studies in health technology and informatics 294, 490-494 (2022) [10.3233/SHTI220507]
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Journal Article
The Effects of Displaying the Time Targets of the Manchester Triage System to Emergency Department Personnel: Prospective Crossover Study
Journal of medical internet research : JMIR 26, 1-14 (2024) [10.2196/45593]
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