2025 & 2026
Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2025
Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University 2026
Genehmigende Fakultät
Fak07
Hauptberichter/Gutachter
;
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2025-10-28
Online
DOI: 10.18154/RWTH-2026-08168
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/1040796/files/1040796.pdf
Einrichtungen
Projekte
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Identity and Control (frei) ; Kreislaufwirtschaft (frei) ; Netzwerkforschung (frei) ; New Materialism (frei) ; Soziomaterialität (frei) ; agentielle Netzwerkanalyse (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 300
Kurzfassung
Die Kreislaufwirtschaft bildetet einen wichtigen Faktor innerhalb des Nachhaltigkeitskontextes. Nachhaltige oder wiederentdeckte Materialien wie Lehm oder Recyclingbeton nehmen einen immer größeren Stellenwert in der Baubranche ein. Dies gilt nicht nur für die Praxis, sondern auch in der Forschung. Komplexe Thematiken wie der Klimawandel, globale Kapital- und Bevölkerungsströme, die biotechnologische Entwicklung, gentechnisch verändernde Organismen sowie der Einzug der digitalen, drahtlosen und virtuellen Technologien in das physische Leben zeigen, wie wichtig Materialitäten jeglicher Art in der Forschung werden. Nachhaltige Materialien haben somit einen erheblichen Einfluss auf die sozialen Beziehungen und die Neuausrichtung von Unternehmen. Dies hat neue Geschäftsmodelle, die Veränderung der Produktionsordnung und neue Geschäftsbeziehungen zur Folge. Dieser relationale Transformationsprozess lässt sich mit der Netzwerkforschung am geeignetsten analysieren. Doch werden in der Netzwerkforschung nur soziale Beziehungen in den Blick genommen, materielle Identitäten werden nicht betrachtet. Auch wenn die Akteur-Netzwerk-Theorie diesen Versuch mit dem Begriff des „Aktankten“ gestartet hat, haben dort die Materialien nur die Position eines Werkzeuges inne. Der New Materialism lehnt diese anthropozentrischen und konstruktivistischen Theorien und Vorgänge ab und bezeichnet Materialitäten eben nicht als passiv, sondern als lebendig und handelnd. Barads Soziomaterialität bietet hier einen geeigneten Ansatz, um Materialitäten mithilfe des agentiellen Realismus‘ einen vollwertigen Platz in der Netzwerkforschung zuzuweisen. Zusammen mit dem Netzwerkanalytiker White, dessen Begrifflichkeiten skalenfrei angelegt sind - bei dem der Terminus der Identität lediglich eine Quelle von Action beinhaltet und somit Materialitäten nicht ausschließt - wurde das Konzept der agentiellen Netzwerkanalyse entwickelt. Die Netzwerkforschung wurde um die Theorieperspektive der Soziomaterialität erweitert und mit den Begrifflichkeiten von White fusioniert, um so den Materialitäten einen gleichwertigen Platz in der Forschung einzuräumen. Anhand des Praxispartners, die Firma Lindner SE, konnte diese Forschung zusätzlich praktisch erprobt werden.The circular economy is a key factor within the context of sustainability. Sustainable or rediscovered materials such as clay or recycled concrete are playing an increasingly important role in the construction industry. This applies not only in practice but also in research. Complex issues such as climate change, global flows of capital and population, developments in biotechnology, genetically modified organisms, and the integration of digital, wireless and virtual technologies into physical life demonstrate how important materials of all kinds are becoming in research. Sustainable materials therefore have a significant influence on social relationships and the reorientation of businesses. This results in new business models, changes to the organisation of production and new business relationships. This relational process of transformation can best be analysed using network analysis. However, network analysis focuses solely on social relationships; material identities are not taken into account. Although actor-network theory made a start on this with the concept of the ‘actant’, materials are treated merely as tools within this framework. New Materialism rejects these anthropocentric and constructivist theories and processes, and describes materialities not as passive, but as living and active. Barad’s sociomateriality offers a suitable approach here for assigning materialities a fully-fledged place in network analysis and research with the aid of agentive realism. Together with the network analyst White, whose conceptual framework is scale-free – in which the concept of identity merely constitutes a source of action and thus does not exclude materialities – the concept of the agentive network analysis was developed. Network analysis was expanded to include the theoretical perspective of sociomateriality and merged with White’s conceptual framework, thereby granting materialities an equal place in research. This research was also put to the test in practice with the help of the industry partner, Lindner SE.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT031578696
Interne Identnummern
RWTH-2026-08168
Datensatz-ID: 1040796
Beteiligte Länder
Germany
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