2008
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2008
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2008-10-16
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-25702
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/50430/files/Scheja_Annette.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Leukotriene (Genormte SW) ; Acetylsalicylsäure (Genormte SW) ; Intoleranz (Genormte SW) ; Rezeptor (Genormte SW) ; Polymorphismus (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Leukotrienrezeptoren (frei) ; CysLTR1 (frei) ; CysLTR2 (frei) ; Aspirin-Intoleranz (frei) ; leukotriene receptors (frei) ; aspirin intolerance (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Azetylsalizylsäure (Aspirin®) gehört zu den am häufigsten verwendeten Arzneimitteln der Welt. Die Bedeutung von Aspirin® liegt vor allem in der Anwendung als Analgetikum, jedoch auch als Thrombozytenaggregationshemmer in der Prävention bei myokardialen sowie zerebralen Durchblutungsstörungen. Die Prävalenz einer Intoleranz auf ASS wird mit 0,3 bis 0,9% der Gesamtbevölkerung angegeben. Wichtig bei der ASS-Intoleranz ist, dass es zu Kreuzreaktionen mit NSAIDs kommen kann, so dass es sich meist um eine Analgetika-Intoleranz handelt. Der Pathomechanismus der ASS-Intoleranz ist noch nicht ausreichend geklärt. Die Wirkung von ASS erfolgt durch die Hemmung der Cyclooxygenasen, wodurch die Prostaglandinsynthese vermindert wird. Dadurch wird die vorhandene Arachidonsäure über die Lipoxygenase zu Leukotrienen verstoffwechselt, die in akute und chronische Entzündungsreaktionen involviert sind. Ihre Wirkungen entfalten sie durch Interaktion mit spezifischen Rezeptoren, die als Cysteinyl-Leukotrienrezeptoren (CysLTR) bezeichnet werden. Verfolgt man den Syntheseweg der Leukotriene, so sind zur Aufklärung der ASS-Intoleranz verschiedene Ansatzpunkte möglich. In dieser Arbeit wurden die Leukotrienrezeptoren CysLTR1 und CysLTR2 auf genetische Varianten mit Hilfe der Sequenziertechnik untersucht. Im CysLTR1 zeigte sich eine Sequenzvariante an der Position 927 (Thymin -> Cytosin) im kodierenden Bereich (C Terminus). Die weitere Bedeutung der Variante für den Phänotyp ASS-Intoleranz wurde anschließend in einer Fall-Kontrollstudie geprüft. Insgesamt wurden 133 Fälle und 270 Kontrollen analysiert. Die Häufigkeit des Polymorphismus war in der Fallgruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe (OR 2,04, KI: 1,271-3,282). Da sich das Gen für diesen Rezeptor auf dem X-Chromosom befindet, erfolgte eine geschlechtsabhängige Betrachtung. Innerhalb des weiblichen Kollektivs war die Häufigkeit in der Fallgruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe (OR 1,89, KI: 1,09-3,277). Inwieweit dieser Polymorphismus andere Faktoren beeinflusst, bleibt Gegenstand weiterer Untersuchungen. Insgesamt liefert diese Arbeit einen neuen Ansatzpunkt zur weiteren Aufklärung des Pathomechanismus der ASS Intoleranz.Acetylsalicylic acid (Aspirin) is one of the most frequently used drugs in the world. The importance of aspirin is not only the role as an analgesic, it is also used in the prophylaxis of ischemic heart desease and strokes. The aspirin-intolerance occurs in 0,3-0,9% of the general population. Important is that a cross reaction to other nonsteroidal anti-inflammatory drugs (NSAID) is possible. The pathogenesis is not sufficient cleared. Aspirin’s target is to inhibit the cyclooxygenase. This leads to a decrease in the level of prostaglandin biosynthesis. The arachidonic acid is metabolised by the lipoxygenase to leukotrienes. Leukotrienes are involved in several inflammatory processes. Leukotrienes act on two G protein-coupled receptors, CysLTR 1 and CysLTR 2. There are different starting points in the biosynthesis of the leukotrienes to try to clear the aspirin-intolerance. In this study the leukotriene receptors CysLTR 1 and CysLTR 2 were analyzed to genetic variants. A single nucleotide exchange from thymine to cytosine at position 927 (927 T -> C) was found in the coding region for receptor 1 (C-terminus). The next step was to analyze DNA of 133 cases and 270 age-and gender-matched controls for the presence of this polymorphism. This analysis shows the frequency of the polymorphism is statistically significant higher in the cases. (OR 2,04, CI: 1,271-3,282). Furthermore it was found that TC- and CC-carriers among females (the gene for CysLTR 1 is located on X chromosome (Xq13-q21)) are statistically significantly increased (OR 1,89, CI: 1,09-3,277).
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT015760646
Interne Identnummern
RWTH-CONV-112976
Datensatz-ID: 50430
Beteiligte Länder
Germany
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