h1

h2

h3

h4

h5
h6
http://join2-wiki.gsi.de/foswiki/pub/Main/Artwork/join2_logo100x88.png

Emotionale Reaktionen bei Kindern mit Störung des Sozialverhaltens im Vergleich zu Erwachsenen mit antisozialem Verhalten = Emotional reactions in children with disordered social behaviour in comparison with adults with antisocial behaviour



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Sabine Leger

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2009

Umfang70 S. : graph. Darst.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2009


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2009-07-24

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-29118
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/51245/files/Leger_Sabine.pdf

Einrichtungen

  1. Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (535520-2)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Sozialverhalten (Genormte SW) ; Verhaltensstörung (Genormte SW) ; Kriminalität (Genormte SW) ; Abnorme Persönlichkeit (Genormte SW) ; Psychopathie (Genormte SW) ; Dissoziale Persönlichkeitsstörung (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Störung des Sozialverhaltens (SS) bei Kindern (frei) ; SS+ADHS (frei) ; mangelndes Emotionsempfinden (frei) ; Hautleitwertreaktion (frei) ; delinquentes Verhalten (frei) ; Delinquenz (frei) ; Startlereflex (frei) ; antisoziale Persönlichkeiten (frei) ; Psychopathen (frei) ; Conduct Disorder (CD) in childhood (frei) ; CD+ADHD (frei) ; delinquent behavior (frei) ; psychophysiological parameters (frei) ; diminished sense of emotion (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Unsere Studie untersucht den Zusammenhang zwischen extraversiven Störungen im Kindesalter und dem späteren delinquenten Verhalten im Erwachsenenalter. Hierzu ist die Erhebung von autonomen und psychophysiologischen Parametern von großer Bedeutung. Verminderte Antwortbereitschaften stellen sowohl bei den SS-Kindern mit und ohne ADHS als auch bei antisozialen Erwachsenen zuverlässige und sich teilweise ähnelnde Befunde dar. Zusätzlich wurden psychometrische Tests in Form von Selbst- und Fremdbeurteilungsbögen herangezogen. Unser Ergebnis zeigte eine verminderte Hautleitwertreaktion und eine mangelnde Potenzierung des Startlereflexes bei gezeigten negativen bzw. positiven Bildern. Gerade die abgeschwächte Hautleitwertreaktion auf alle emotionalen Stimuli deutet auf eine unvermeidliche Emotionslosigkeit, wie z.B. Angstfreiheit oder mangelnde Empathie, bei SS-Kindern mit und ohne ADHS hin. Eine diese Tatsache bestätigende Studie ist die von Hare 1978 und Raine 1997. Sie wiesen nach, dass Psychopathen selbst in Antizipation von Gefahr keine Abweichung ihres kaum vorhandenen Angsterlebens, welches sich optimal in dem elektrodermalen Parameter widerspiegelt (Arnett 1997), zeigten. Unseren Ergebnissen zufolge, stellt also ein vermindertes Emotionsempfinden ein gemeinsames Merkmal unserer SS-Kinder mit und ohne ADHS und den Psychopathen dar und kann daher für unsere klinische Gruppe als Risikofaktor für die Entwicklung einer Delinquenz im Erwachsenenalter gelten. In den psychometrischen Tests, besonders in der Externalisierungsskala des CBCL, hat sich bestätigt, dass ein offensichtlich vermehrt aggressives Verhalten von den SS-Kindern mit und ohne ADHS ausgeht. Obwohl dieses Ergebnis sicher etwas eingeschränkt zu betrachten ist, da man nicht sagen kann, von wem mehr Aggressivität ausgeht, von den Kindern mit reiner SS oder von der Kombination mit ADHS. Insgesamt zeigen sich Tendenzen, die als Risikofaktoren für unsere untersuchten Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens mit und ohne ADHS, im Erwachsenenalter eine Delinquenz zu entwickeln, geltend gemacht werden können. Für die Ausbildung einer Dissozialität können auch biologische oder soziale Faktoren (Venables 1987), die in unserer Klassengesellschaft nicht ganz unberücksichtigt werden dürfen, eine Rolle spielen. Eine Studie von Löhrer aus dem Jahre 2003 zeigte beim direkten Vergleich zwischen Kindern mit ADHS und ADHS+SS, dass es bei der ADHS-Gruppe keinen Hinweis auf ein gesteigertes Risiko für ein späteres delinquentes Verhalten gibt, entgegen der bisherigen Studien. Die Tatsache, dass die Kombination aus ADHS und SS bis zur Studie von Löhrer nicht berücksichtigt wurde, könnte eine Erklärung für diese Diskrepanz sein. Dies macht deutlich, wie wichtig die eindeutige Zuteilung zu den verschiedenen extroversiven Störungen im Kindes- und Jugendalter ist, um das Risiko einer späteren Dissozialität diskutieren zu können.

Our study examines the relationship between extroversive disorders during childhood and later delinquent behavior in adulthood. In this context, the ascertainment of autonomous and psycho-physiological parameters is of great significance. Diminished willingness to respond in CD children with and without ADHD as well as in antisocial adults produces reliable and in part similar findings.Psychometric self and third-party assessment tests using standard forms were additionally drawn upon. Our results showed a diminished skin conductance reaction and a lack of startle reflex potentiation when viewing negative and/or positive pictures. Precisely the weakened skin conductance reaction to all emotional stimuli points unavoidably to a condition of being unemotionally cold, e.g. lack of anxiety or lack of empathy, as in CD children with or without ADHD. One study which confirms this fact is from Hare 1978 and Raine 1997. This proved that psychopaths, even in anticipation of danger, exhibited no deviation in their barely existent experience of anxiety, which is best seen in the electrodermal parameter (Arnett 1997). According to our results, a diminished sense of emotion represents a common characteristic in our CD children with and without ADHD and in psychopaths and can thus be seen as a valid risk factor in our clinical group for the development of delinquency in adulthood. In the psychometric tests, especially with the CBCL externalising scale, it was confirmed that an obviously increased aggressive behaviour emanates from CD children with and without ADHD. This result, however, is surely to be considered somewhat carefully, as one cannot say, from whom more aggressiveness emanates; from children with only CD or from the combination of DS with ADHD. All in all, tendencies are exhibited in the children we examined with a dysfunction in social behaviour with or without ADHD, which can be used valid risk factor indicators for the development of delinquency in adulthood. Biological or social factors (Venables 1987), which may not be ignored in our class society, could play a role in the incidence of dissociality. In contrast to earlier studies, a study by Löhrer from the year 2003 showed in a direct comparison between children with ADHD and ADHD+CD, that there was no indication of an increased risk for later delinquent behaviour in the ADHD group. The fact that, prior to Löhrer’s study, the combination of ADHD and CD had not been considered, could be an explanation for this discrepancy. This makes clear how important the unambiguous assignment to the differing extroversive dysfunctions during childhood and adolescence is, in order to be able to discuss a later dissociality.

Fulltext:
Download fulltext PDF

Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT016058073

Interne Identnummern
RWTH-CONV-113557
Datensatz-ID: 51245

Beteiligte Länder
Germany

 GO


OpenAccess

QR Code for this record

The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Publication server / Open Access
Faculty of Medicine (Fac.10)
Public records
535520\-2
Publications database

 Record created 2013-01-28, last modified 2026-06-10


Fulltext:
Download fulltext PDF
Rate this document:

Rate this document:
1
2
3
 
(Not yet reviewed)