2009
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2009
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2009-12-14
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-31927
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/51671/files/3192.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Apoptosis (Genormte SW) ; Trophoblast (Genormte SW) ; Präeklampsie (Genormte SW) ; Magnesium (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Apoptose (frei) ; Preeclampsia (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
EINLEITUNG: Die Magnesiumgabe während der Schwangerschaft ist Gegenstand kontroverser Diskussionen. Neben evidenz-basierten Indikationen, wie der Eklampsie, gibt es auch zahlreiche fragwürdige Indikationen. Wenig hingegen ist bekannt über die Wirkung von Magnesium auf die Plazenta. Erste Studien weisen auf eine Apoptose-induzierende Wirkung von Magnesium hin, so dass dies im Rahmen dieser Untersuchungen systematisch überprüft werden sollte. METHODEN: Zottenexplantate von insgesamt 22 Plazenten aus dem ersten und dritten Trimenon wurden in Magnesiumkonzentrationen von 0 bis 2,0 mM inkubiert und anschließend im Hinblick auf Apoptose-spezifische Veränderungen untersucht. Zum Nachweis von Apoptose wurden allgemein anerkannte Methoden herangezogen: morphologische Kriterien, Detektion von Zytokeratin-18-Neoepitopen in der Immunhistochemie und dem Western-Blotting, TUNEL-Test und DNA-Laddering in der DNA-Gelelektrophorese. ERGEBNISSE: Magnesium induzierte im Trophoblasten konzentrations- und zeitabhängig Apoptose. Insbesondere Magnesiumkonzentrationen über 0,7 mM gingen mit Apoptose-spezifischen Veränderungen einher. Nach Inkubation fanden sich im Kulturmedium bei höheren Magnesiumkonzentrationen deutlich mehr apoptotisch und aponekrotisch freigesetzte Zellfragmente und zellfreie DNA. DISKUSSION: Magnesium hat eine Apoptose-induzierende Wirkung im Trophoblasten. Vor dem Hintergrund einer gesteigerten Apoptoserate im Trophoblasten bei Präeklampsie sollte die Magnesiumgabe während der Schwangerschaft, speziell bei Präeklampsie, kritisch überdacht werden und nur nach streng evidenz-basierten Kriterien erfolgen.OBJECTIVE: The application of magnesium during pregnancy is a controversial issue. Beyond evidenced-based indications for the use of magnesium as preeclampsia, numerous dubious indications exist. Anyhow the effect of magnesium on the placenta is little-known. First studies on the topic suggest an apoptosis-inducing effect of magnesium. METHODS: Placental explants from 22 placentas were incubated with extracellular magnesium concentrations from 0 - 2.0 mM. Placental apoptosis was evaluated by tissue morphology, cytokeratin-18 neoepitope formation in immunohistochemistry and Western blotting, TUNEL-Test and DNA-Laddering. RESULTS: Magnesium stimulated a concentration- and time-dependent placental apoptosis. In particular magnesium concentrations over 0.7 mM led to apoptotic changes. After removal of the explants the media with higher extracellular magnesium concentrations displayed apoptotic and aponecrotic fragments and cell-free DNA. CONCLUSION: Magnesium induces apoptosis in the trophoblast. It is known that an increased apoptosis rate is part of the pathogenesis of preeclampsia. Hence, the application of magnesium during pregnancy, especially for preeclampsia, should be considered well and strictly follow evidence-based criteria.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Interne Identnummern
RWTH-CONV-113940
Datensatz-ID: 51671
Beteiligte Länder
Germany
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