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Untersuchung zur Kernsymptomatik bei Kindern mit einer kindlichen Sprechapraxie im Alter von 4-7 Jahren = Investigation of core features of children with childhood apraxia of speech aged 4-7 years



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Anke Blech

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2010

Umfang174 S. : graph. Darst.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2010


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2010-05-19

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-32537
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/51803/files/3253.pdf

Einrichtungen

  1. Lehr- und Forschungsgebiet für Phoniatrie und Pädaudiologie (538010-2)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Artikulationsstörung (Genormte SW) ; Diagnostik (Genormte SW) ; Akustische Analyse (Genormte SW) ; Phonologie (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; perzeptive Analyse (frei) ; Vokalfehler (frei) ; kindliche Sprechapraxie (frei) ; phonologische Störung (frei) ; perceptual analysis (frei) ; vowel errors (frei) ; childhood apraxia of speech (frei) ; phonological disorder (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Die kindliche Sprechapraxie ist bislang ein Störungsbild unter den Aussprachestörungen, zu dem Kontroversen hinsichtlich der Definition und somit bezüglich des Pathomechanismuses bestehen. Die Kausalität zwischen der sprechmotorischen und der linguistischen Komponente ist ungeklärt und führt durch sich überschneidende Symptomatiken zwischen den Kindern mit einer kindlichen Sprechapraxie und den Kindern mit einer phonologischen Störung zu Problemen in der Differentialdiagnose. In der vorliegenden Studie wird ein Vergleich der Symptome der kindlichen Sprechapraxie und der phonologischen Störung anhand von akustischen und perzeptiven Analysen der Vokal- und Konsonantenfehler vorgenommen. Die zentrale Fragestellung der Studie bezieht sich auf das Vorliegen von verschieden ausgeprägten und verschieden realisierten Vokal- und Konsonantenfehler in der Aussprache der Kinder beider Aussprachestörungen. An dieser Studie nahmen 8 Kinder mit einer kindlichen Sprechapraxie, 10 Kinder mit einer phonologischen Störung und 10 Kontrollkinder im Alter zwischen 4;0 - 7;6 Jahren teil, die anhand der Vokal- und Konsonantenfehler miteinander verglichen wurden. Die Differentialdiagnose der sprechapraktischen und phonologisch gestörten Kinder wurde mittels 15 Beurteiler überprüft. Das Untersuchungsinstrument für die Vokal- und Konsonantenfehler bestand aus 115 Wörtern, 64 Pseudowörtern und 105 Silben, die durch eine Bildbenennung und durch Nachsprechen bei den Kindern hervorgerufen und digital aufgenommen wurden. Das Wort- und Silbenmaterial wurde nach der Frequenz, nach der Komplexität und nach der Silbenanzahl kontrolliert und perzeptiv sowie akustisch analysiert. Die perzeptive Analyse der Aufnahmen beinhaltete die Beurteilung der Vokalproduktionen aller Kinder, die online mit Hilfe einer Webseite durchgeführt werden konnte. Die Ergebnisse wurden statistisch mit dem Computerprogramm SPSS 16.0 mittels ANOVA und einem t-Test für den Gruppenvergleich ausgewertet. Die akustische Analyse sah die Untersuchung der Formantverläufe von F1 und F2 der Vokalproduktionen aller Items vor. Hierzu wurden alle Wort- und Silbenproduktionen mit dem Programm PRAAT betrachtet und die Formantverläufe der Vokale extrahiert. Anschließend wurde die mittlere Lage, die Steigung und die Kurvigkeit der Formantverläufe von F1 und F2 mit dem Programm Matlab berechnet und zwischen allen Gruppen verglichen (ANOVA, t-Test). Die Ergebnisse der akustischen Analyse zeigen, dass ein signifikanter Gruppenunterschied zwischen allen Gruppen besteht und dass sich die Gruppen anhand der Vokalfehler differenzieren. Somit konnte eine deutliche Differenzierung zwischen den beiden aussprachegestörten Gruppen innerhalb der Vokalproduktion in Pseudowörtern festgestellt werden. Beide Gruppen mit einer Aussprachestörung zeigen ein Fehlermuster, was bei den sprechapraktischen Kindern die Steigung von F1 und F2 und bei den phonologisch gestörten Kindern die Steigung und Kurvigkeit von F2 betrifft. Die Ergebnisse der perzeptiven Analyse bestätigen einen signifikanten Unterschied aller Gruppen bezüglich der Konsonanten- und Vokalfehler. Eine deutliche Verschiedenheit zwischen den sprechapraktischen und den phonologisch gestörten Kindern besteht auch in der perzeptiven Analyse innerhalb der Produktion von Vokalen in Pseudowörtern. Die sprechapraktischen Kinder zeigen somit anhand von Vokal- und Konsonantenfehlern Unterschiede auf in der Sprachproduktion im Vergleich zu den phonologisch gestörten Kindern und den Kontrollsprechern und weisen insbesondere auf eine Störung des motorischen Planens und Programmierens hin.

Childhood Apraxia of Speech (CAS) is a speech sound disorder, whose etiology, definition and diagnostic criteria have been the subject of great controversy. The unsettled causality between the component of speech motor and linguistic aspects leads to difficulties in differential diagnosis of children with CAS and children with Phonological Disorders (PD) by overlapping symptoms. Aim of the current study was an investigation of core features of CAS and their distinction from children with PD by means of acoustic and perceptual analyses of vowel and consonant errors. This thesis explores the question of whether different kinds of vowel errors and different quantities of vowel errors are obvious between the two speech sound disorders. 8 children with CAS, 10 children with PD and 10 control speakers aged between 4;0 – 7;6 years participated and were compared by their vowel and consonant errors. Differential diagnosis of the children with CAS and PD were validated by 15 raters. For analyzing vowel and consonant errors 115 words, 64 pseudo words and 105 syllables were elicited by picture naming and repeating after auditory presentation and digital recorded. Words and syllables were controlled by frequency and complexity and were analyzed perceptually and acoustically. The perceptual analysis of vowel productions from all children was done with the use of ratings. The ratings were performed by professional speech-language pathologists with the help of a web interface. For the results ANOVA and t-Test for group comparison were computed with SPSS 16.0. The acoustic analysis comprises the investigation of the curves (as function frequency over time) of the formants F1 and F2 of all vowel productions. Therefore all words and syllables were extracted with the programme PRAAT. Afterwards horizontal position (frequency), slope and curving of F1 and F2 was computed with Matlab and compared between all groups of children (ANOVA, t-Test). The results of acoustic analysis showed significant differences between all groups regarding vowel errors. Hence a difference between both groups of speech sound disorders could be identified by vowel productions in pseudo words. The group with CAS as well the group with PD showed error patterns concerning slope of F1 and F2 (CAS) and both slope and curving of F2 (PD). Results of perceptual analysis confirm significant differences between all groups regarding vowel and consonant errors. Even in perceptual analysis significant differences between CAS and PD could be found for vowels in pseudo words. CAS–children showed different vowel and consonant errors in pseudo words and this implies to assume particularly deficits in speech motor planning and programming.

Fulltext:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
German

Interne Identnummern
RWTH-CONV-114055
Datensatz-ID: 51803

Beteiligte Länder
Germany

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Document types > Theses > Ph.D. Theses
Publication server / Open Access
Faculty of Medicine (Fac.10)
Public records
538010\-2
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 Record created 2013-01-28, last modified 2026-05-27


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