2005
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2005
Genehmigende Fakultät
Fak07
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2005-05-02
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-11023
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/52804/files/Zenner_Roman.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Internetliteratur (Genormte SW) ; Erzähltheorie (Genormte SW) ; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft (frei) ; Narratologie (frei) ; Hypertext (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 800
Kurzfassung
Traditionelle gedruckte Texte und Hypertexte sind nicht fundamental verschieden. Im Gegenteil, sie haben mehr gemeinsam als gemeinhin angenommen wird und können aus diesem Grund auch innerhalb der Parameter etablierter literaturwissenschaftlicher Kategorien analysiert werden. Vor diesem Hintergrund fällt auf, dass eine Reihe von theoretischen Abhandlungen früher Hypertext-Theoretiker wie beispielsweise Landow, Bolter und Joyce den „revolutionären” Charakter dieser Art von Literatur betonen, auf die zugrundeliegende „erstaunliche technologische Entwicklung” hinweisen und den „fast magischen Zusammenschluß” postmoderner Literaturtheorie und Hypertext hervorheben. Diesen Abhandlungen kann man kritisch entgegenhalten, dass die technologischen Neuerungen unproportional betont wurden, wobei sowohl eine systematische theoretische Fundierung als auch konkrete Fallanalysen von hypertextuellen Narrationen fehlen. Insbesondere Hypertexte, die im Internet veröffentlich werden, sind in diesem Kontext bisher nicht genauer untersucht worden. Aus diesem Grund zielt die vorliegende Dissertation darauf ab, einen notwendigen theoretischen Rahmen für die Analyse von fiktionalen Hypertexten im Internet zu erarbeiten. Dieses Ziel soll auf drei verschiedenen Ebenen erreicht werden. Zuerst wird der Gegenstand dieser Dissertation definiert, indem das Genre der elektronischen Literatur und die existierende Terminologie diskutiert und die in der Literatur häufig erwähnten Merkmale von Hypertext, wie beispielsweise Nichtlinearität, Intertextualität und Links analysiert werden. Zweitens, ausgehend von einer intermedialen und interdisziplinären Definition von „Narration” wie sie insbesondere von Nünning/Nünning (2002) vorgeschlagen worden ist, werden die Methoden zur Analyse von fiktionalen Hypertexten auf Grundlage erzähltheoretischer Kategorien entwickelt. Zum Schluss werden die Ergebnisse in einem Modell zusammengefasst, mit welchem dann ein Primärtextkorpus von Hyperfictions aus dem Internet genauer analysiert wird.Traditional texts and hypertexts are not fundamentally different - actually they have more in common than is commonly assumed and can thus be analysed well within the parameters of established categories of literary theory. Therefore, it is striking that quite a number of theoretical treatises on hypertext refer to the ‘revolutionary character’ of this kind of writing, the ‘amazing technological development’ that lies behind it, and the ‘almost miraculous convergence of postmodern literary concepts and hypertext’. With regard to these notions it is possible to criticise the fact that new technological developments were stressed unproportionally and that a systematic theoretical foundation as well as close analyses of hypertextual narratives are missing. Especially hypertexts on the internet have not been carefully analysed in this respect. Therefore, this dissertation aims at setting up a required theoretical frame for the analysis of fictional hypertexts on the internet. This goal will be reached on three levels. Firstly, the precise subject will be defined by discussing the genre of electronic literature and the existing terminology as well as by analysing commonly assumed characteristics of hypertext such as non-linearity, intertextuality, and links. Secondly, starting from an intermedial and interdisciplinary understanding of narrative as having been proposed by Nünning/Nünning (2002), the methods for the analysis of fictional hypertexts will be developed on the basis of narratological categories. Finally, the results will be summarised in a model then serving as the basis for the analyis of a body of primary texts which will be performed in the final chapter.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
English
Externe Identnummern
HBZ: HT014408270
Interne Identnummern
RWTH-CONV-115002
Datensatz-ID: 52804
Beteiligte Länder
Germany
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