2004
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2004
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2004-12-01
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-20050293
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/52936/files/Grossfeld_Maria.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; Hausarzt (frei) ; Lebensqualität (frei) ; KHK (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
In dieser Arbeit wurde die Beurteilung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von hausärztlich betreuten Patienten mit koronarer Herzkrankheit untersucht. An 107 Patienten wurde ein Fragebogen zur Lebensqualität geschickt. Bei diesen Patienten lag eine invasiv gesicherte koronare Herzkrankheit vor und sie wurden von 30 allgemeinmedizinischen Lehrpraxen betreut. Zur Erfassung der Lebensqualität wurde die deutsche Version des Seattle Angina Questionnaires verwandt. 58 (55%) der Fragebögen konnten ausgewertet werden. Hierbei zeigten sich zum einen geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der körperlichen Beeinträchtigung. Die stärkere Einschränkung der Aktivität der Frauen konnte jedoch nicht auf stärkere Symptomatik in den vergangenen Wochen zurückgeführt werden. Hinsichtlich altersbedingter Unterschiede gaben 70 – 79 jährige Patienten im Vergleich zu jüngeren Patienten eher eine geringere körperliche Beeinträchtigung an, was u.a. im Rahmen eines sog. „Kompetenzmodells“ erklärbar ist. Zudem konnte eine hohe Zufriedenheit älterer Patienten mit der hausärztlichen Betreuung in Korrelation gesetzt werden zu positiven Angaben über die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Hinsichtlich der kardialen Risikofaktoren stellte insbesondere das Vorliegen eines Diabetes mellitus eine deutliche Beeinträchtigung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität dar. Hypertonus, Nikotin, FSS zeigten nur geringe Einflüsse in einzelnen Skalen. Adipöse Patienten gaben allerdings durchgehend höhere Angaben zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität an, hier müsste möglicherweise die Beziehung zwischen Hausarzt und Patient weiter untersucht werden. Insgesamt zeigte sich seitens der Patienten eine sehr hohe Zufriedenheit mit der Therapie und Erläuterungen zur Erkrankung, was als positive Bestärkung des Engagements der Hausärzte gewertet werde kann. Allerdings fiel die Zufriedenheit mit der ärztlichen Behandlung in der Altergruppe der 50 –59 jährigen deutlich geringer aus, als bei den älteren Patienten. Insbesondere eine regelmäßige Tabletteneinnahme wurde von 50-59 jährigen Patienten durchschnittlich als deutlich stärkere Belastung erfasst, als von 70-79 jährigen Patienten, so dass hier möglicherweise eine vermehrte Unterstütung seitens der Hausärzte nötig ist.This paper discusses the disease-specific quality of life of patients with coronary heart diseases in familiy pracitioners care. 107 Patient received a quality of life Questionnaire. Patients were enrolled from a cardiac catheterization laboratory and they where in continuous care by 30 general practitioners in the region of Aachen. The german version of the Seattle Angina Questionnaire was used to evaluate health related quality of life. 58 (55 %) Questionnaires were analyzed. Differences in physical limitation were dependent on gender and age of patients. Women felt stronger physical limitations, even when their symptoms were rare in the last weeks. 70 –79 year old patients were less affected by physical limitations than younger patients, which might be explained by a so called “Kompetenzmodell”. Higher satisfaction of elderly patients with their family practitionners care could be related to higher disease-specific quality of life. In terms of cardiac risc factors diabetes mellitus showed strong negative influence on health-related quality of life. Hypertonus, Nicotin and high Cholesterin showed only minimal influence in certain scales, but overweight patients gave higher points for disease-specific quality of life, which might be important for the relationship between patient and family practitioner. Overall patients showed a very high satisfaction concerning their therapy and explanations, which can be seen as a benefit of the high engagement of the general practitioners. Non the less patients at the age of 50-59 years were notably less satisfied with their family practitioner and much more affected by regulary intake of tabletts than patients at the age of 70-79 years.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT014346963
Interne Identnummern
RWTH-CONV-115124
Datensatz-ID: 52936
Beteiligte Länder
Germany
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