2002
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2002
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2002-08-28
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-4871
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/58712/files/Dieckmann_Bettina.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; pap. NZK (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Ziel: Die vorliegende Dissertation untersucht, ob im Falle der papillären Nierenzellkarzinome eine Korrelation zwischen Art und Anzahl der zytogenetischen Veränderungen auf der einen Seite und Klinik und Verlauf auf der anderen Seite besteht, um daraus Rückschlüsse über die prognostische Relevanz der Zytogenetik zu gewinnen. Material und Methoden: Im Zeitraum zwischen 1988 und Oktober 1997 wurden insgesamt 31 papilläre Nierenzellkarzinome von 30 Patienten nach Anlegen von Kurzzeitkulturen zytogenetisch analysiert. Die histomorphologische Zuordnung orientierte sich an der Klassifikation von Thoenes et al. (1991) und an der WHO- Klassifikation für epitheliale Nierenzellkarzinome (Mostofi 1997). In 24 Fällen handelte es sich um Präparate radikaler Nephrektomien, in 6 Fällen um Teilresektate und in einem Fall um ein peripheres Lymphknotenkonglomerat. Die Komplettierung der Tumornachsorgedaten aller 30 Patienten wurde bis ins Jahr 2001 verfolgt. Ergebnisse: Die zytogenetische Aufbereitung zeigte, daß sowohl Primär- als auch Sekundäraberrationen deutlich ausgeprägt waren. Die Chromosomen 4 und 10 waren in keinem Fall der 31 papillären NZK numerisch oder strukturell involviert. Eine Assoziation der Tumorgröße mit numerischen Veränderungen bestimmter Chromosomen war in den hier untersuchten Fällen der papillären Nierenzellkarzinomen nicht nachweisbar. Die von einigen Autoren auf die Anwesenheit einer Trisomie 16 bezogene höhere maligne Tendenz des Tumors konnte nicht beobachtet werden. Mit zwei Ausnahmen zeigten durchgehend alle Patienten mit gut differenzierten NZK unabhängig von der Tumorgröße eine Vollremission nach Tumorentfernung. In einem Fall wurde ein Lokalrezidiv beobachtet. Zwischen 1990 und 1998 verstarben 7 der 30 Patienten, davon 2 sicher an dem papillären NZK. Bei 9 der 30 Patienten entwickelte sich eine maligne Zweiterkrankung. Diskussion: Die Ergebnisse wurden mit der Literatur verglichen. Die Zytogenetik der 31 papillären NZK rechtfertigte die Einschätzung der Primär- und Sekundäraberrationen als tumortypische und –spezifische Veränderungen. Die chronologische Sequenz, in der diese Alterationen zu beobachten waren, könnte bedeuten, daß die Tumorgröße letztendlich mit der Anzahl der Aberrationen korreliert. Der Tumorgröße kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, als daß sie eine Tendenz der Tumorprogression andeutet. Die Schwierigkeit bei der Beurteilung der Progredienz besteht darin, daß die sonographischen Zufallsbefunde sofort einer operativen Therapie zugeführt wurden. Im Rahmen dieser Untersuchung war jedoch weder eine Assoziation zwischen Tumorgröße und Quantität noch zwischen Tumorgröße und Qualität der Aberrationen erkennbar. Eine prognostische Relevanz der Zytogenetik läßt sich anhand der hier untersuchten Fälle nicht ablesen.The present study examined in case of papillary renal cell carcinoma (pRCC) whether there consists a correlation between kind and number of the cytogenetic changes and clinical progress, in order to win conclusions of the prognostic relevance of the cytogenetic. Material and methods: Between 1988 and 1997 altogether 31 pRCC of 30 patients were cytogenetically analyzed by short time cultures. The histomorphologic grading oriented itself at the classification of Thoenes et al. (1991) and at the WHO classification for epithelial RCC (Mostofi 1997). In 24 cases the samples have been preparated by radical nephrectomies, in 6 cases by partial resection and in one case the tissue originated from a lymph node. The follow-up data ended in 2001. Results: The cytogenetic dressing showed that both primary and secondary aberrations were clearly presented.. The chromosomes 4 and 10 were involved in no case of the 31 pRCC. There has been no remarkable association of the tumor size and aberration of certain chromosomes. Some authors describe a correlation between trisomy 16 and a higher malignant tendency of the tumor. This could not be verified in this study. With two exceptions all patients with well differentiated pRCC showed complete remission independent from the tumor size. In one case a local lesion after enukleation was observed. Seven of the 30 patients died, 2 of them reliably because of the pRCC. Nine of the 30 patients developed a malignant second desease. Discussion: The aberrations followed a chronological sequence, but did not present a correlation between tumor-size, quantity or quality of the aberrations and the clinical progress. The difficulty to evaluate the progress consisted of the fact that the patients immediately after diagnosis have been treated by surgery. This examination did not demonstrate that the cytogenetic obtains prognostic relevance.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT013634870
Interne Identnummern
RWTH-CONV-120560
Datensatz-ID: 58712
Beteiligte Länder
Germany
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