2003
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2003
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2003-05-13
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-6331
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/59031/files/Wolter_Pia.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; Glaukom (frei) ; Timolol (frei) ; Latanoprost (frei) ; Dorzolamid (frei) ; Fluoreszenzangiographie (frei) ; arteriovenöse Passagezeit (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Ziel: Untersuchung der hämodynamischen Effekte der drei Antiglaukomatosa Timolol, Dorzolamid und Latanoprost bei Patienten mit neu diagnostiziertem Offenwinkelglaukom. Methode: 14 Patienten, die alle unbehandelt waren, erhielten nach einer Basisuntersuchung randomisiert Timolol, Dorzolamid oder Latanoprost für jeweils 4 Wochen. Zu jedem Untersuchungszeitpunkt wurde eine komplette ophthalmologische Untersuchung und eine Fluoreszenz-Angiographie mit dem Scanning Laser Ophthalmoskop durchgeführt und mittels digitaler Bildverarbeitung die arteriovenöse Passagezeit sowie die Durchmesser der peripapillären Arterien und Venen als Parameter für die retinale Perfusion bestimmt. Ergebnisse: Nach Gabe aller drei Antiglaukomatosa kam es zu einer signifikanten Senkung des intraokulären Drucks im Vergleich zum unbehandelten Vorbefund (p<0,0001). Die Tensiosenkung erscheint bei allen drei Gruppen äquivalent, ein signifikanter Unterschied zwischen den drei Therapiegruppen bestand nicht. Die funktionellen Tests der konventionellen Weiß/Weiß-Perimetrie zeigten keine Änderung gegenüber der Eingangsuntersuchung und nach Gabe der unterschiedlichen Antiglaukomatosa, gleiches gilt für die Blau/Gelb-Perimetrie. Bei der Messung der Kontrastempfindlichkeit kam es bei 6 Linien pro Grad zu einem signifikanten Unterschied zwischen der Dorzolamidgruppe und der Timololgruppe (p=0,04), ansonsten zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Von den zirkulatorischen Messgrößen ließ sich einzig bei der arteriovenösen Passagezeit als Parameter der retinalen Mikrozirkulation eine signifikante Veränderung nachweisen. Nach Gabe von Dorzolamid kam es zu einer signifikanten Verkürzung der arteriovenösen Passagezeit im Vergleich zur Eingangsuntersuchung (p=0,007). Timolol und Latanoprost ließen nur eine tendenzielle, jedoch nicht signifikante Verbesserung der arteriovenösen Passagezeit erkennen. Die peripapillären Durchmesser wiesen weder auf eine Vasodilatation nach Karboanhydrasehemmergabe noch auf eine Vasodilatation nach Betablocker- oder Prosta- glandingabe hin. Diskussion: Dorzolamid hatte als einziges getestetes Antiglaukomatosum einen positiven Effekt auf die retinale Perfusion, was durch eine signifikant verbesserte arteriovenöse Passagezeit ausgedrückt wird. Die verbesserte Perfusion scheint auch einen positiven Einfluss auf die Sehkraft zu haben, da die Kontrastsensitivität bei 6 Linien pro Grad nach Gabe von Dorzolamid im Vergleich zu Timolol signifikant höher ist. Da die Ischämie als ein Faktor in der Pathogenese des Glaukoms angesehen wird, könnte eine verbesserte Perfusion des Sehnervs und der Retina einer funktionellen Verschlechterung entgegenwirken und somit eine Glaukomprogression aufhalten.Purpose: Using scanning laser fluorescein angiography to compare the hemodynamic effect of timolol, dorzolamide and latanoprost in newly diagnosed patients with open angle glaucoma. Methods: 14 patients with newly diagnosed open angle glaucoma received randomley either timolol, dorzolamide or latanoprost for four weeks after baseline visit. After a complete ophthalmological examination scanning laser fluorescein angiography were performed. From these angiograms arteriovenous passage times (AVP) and peripapillary arterial and venous diameters were assessed by means of digital image processing. Results: Intraocular pressure (IOP) was significantly lowered by each drug compared to baseline visit (p<0.0001). Between the three groups there was no significant difference in lowering the IOP. Contrast sensitivity was significantly improved after dorzolamide instillation at 6 cycles per degree compared to timolol (p=0,04). No effect was seen in white- on-white or blue-on-yellow automated perimetry after either of the medications. AVP was significantly shortened after dorzolamide instillation (p=0.007) compared to baseline visit whereas neither timolol nor latanoprost resulted in a significant reduction. Peripapillary arterial and venous diameters remained unaffected by the antiglaukomatous medications. Conclusion: Dorzolamide showed a significant AVP reduction in newly diagnosed open angle glaucoma patients. None of the drugs led to a detectable effect on arterial and venous diameters. Ischemia is considered being a factor in the degenerative cascade of the glaucomatous optic neuropathy. Then increased perfusion might prove beneficial to slow disease progression.
Fulltext:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT013775126
Interne Identnummern
RWTH-CONV-120849
Datensatz-ID: 59031
Beteiligte Länder
Germany
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