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Mechanische Thromboseprophylaxe bei Hüft-Endoprothesen : prospektive Studie zum Einsatz des Venaflow-Gerätes



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Lucas Peter de Boer

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2004

Umfang87 S. : graph. Darst.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2004


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2004-11-09

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-9717
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/59706/files/deBoer_Lucas.pdf

Einrichtungen

  1. Medizinische Fakultät (510000-1)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei) ; IPK (frei) ; Thromboseprophylaxe (frei) ; Venaflow (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Hintergrund: Patienten die sich einer Hüft-TEP Operation unterziehen haben eine erhöhtes Risiko für thromboembolische Komplikationen. Bei aktuell üblichen prophylaktischen Maßnahmen liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose zwischen 3 und 15%. Wir haben im Rahmen einer prospektiven, randomisierten Studie untersucht, ob der zusätzliche Einsatz von intermittierender pneumatischer Kompression (IPK) an den Waden (Venaflow- Gerät) eine zusätzliche Reduzierung des Risikos herbeiführt. Methoden: Im Zeitraum vom 01.11.98 bis 31.12.99 wurden n=145 Patienten in der orthopädischen Klinik Aachen zur Hüft-TEP Implantation aufgenommen. Alle Patienten erhielten gewichtsadaptiert Fragmin, wurden am 1. Tag nach der Operation mobilisiert und trugen hüfthohe medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTS). Nach der Operation erhielten n=39 Patienten für 3 Tage das Gerät (Venaflow-Gruppe), weitere n=57 Patienten wurden postoperativ begleitet und dienten als Kontrollgruppe. Alle Patienten wurden täglich im Rahmen der klinischen Visite auf Thrombosezeichen untersucht und befragt. Falls sich hierbei ein Verdacht für eine Thrombose ergab wurde eine Phlebographie des betroffenen Beins durchgeführt. Bei insgesamt n=52 Patienten (je n=26 aus Venaflow- und Kontrollgruppe) wurde am durchschnittlich 9. postoperativen Tag eine Duplexsonographie durchgeführt. Im Rahmen der Nachuntersuchung wurden alle Patienten 6 Wochen nach der Operation nach thromboembolischen Komplikationen befragt. Alle Patienten erhielten einen Fragebogen zu Umgang und Zufriedenheit mit dem Venaflow-Gerät. Ergebnisse: Wegen Ausschlusskriterien oder Verweigerung der Teilnahme konnten n=49 Patienten nicht an der Studie teilnehmen. Bei 8 Patienten kam es im Rahmen der klinischen Untersuchung zum Thromboseverdacht, der mittels Phlebographie in allen 8 Fällen widerlegt werden konnte. Im Rahmen des Duplexsonographiescreenings wurden n=3 Thrombosen, die klinisch nicht apparent waren, dargestellt (5,8%). In der Gerätegruppe traten n=2 (7,7%) und in der Kontrollgruppe n=1 Thrombosen (3,8%) auf. Dieses Ergebnis ist statistisch nicht verwertbar, da nicht bei allen Patienten diese Untersuchung durchgeführt wurde. Es trat keine Lungenembolie auf. Auch in der Nachuntersuchung gaben keine weiteren Patienten ein durchgemachtes thromboembolisches Ereignis an. Der Fragebogen, der allen Patienten der Gerätegruppe vorgelegt wurde, wurde von 23 (88,5%) ausgefüllt zurückgegeben. Hierbei zeigt sich eine mäßige Patientenzufriedenheit: acht (40%) Patienten empfanden das Gerät als angenehm oder unauffällig, n=11 (55%) Patienten als zumindest wenig störend oder störend. Ein Patient (5%) beschrieb das Gerät als stark störend und brach die Behandlung vorzeitig ab. Im direkten Vergleich zu den Thrombosespritzen wird die intermitierende pneumatische Kompression vom Patienten als angenehmer empfunden. Der Schlaf wurde durch das Gerät nur gering, zusätzlich zu den sowieso schon besonderen Umständen nach solch einer Operation, eingeschränkt. Folgerung: Insgesamt ist die Wertigkeit der Prophylaxe mit der Kombination von IPK und fraktioniertem Heparin durch diese Studie nicht abschließend beurteilbar. Die Patientenzufriedenheit war mäßig, was beim Routineeinsatz des Gerätes wahrscheinlich die Compliance einschränken wird, wenn es nicht als einzige Thromboseprophylaxe eingesetzt wird. Es bleibt zu erwähnen, dass im Rahmen einer zu fordernden, größeren, prospektiven klinischen Studie mit einer Reihe von Widrigkeiten zu rechnen ist, die die Auswertbarkeit einer solchen Studie einschränken könnten.

Background: Patient receiving a total hip replacement, have higher risk for thromboembolic complications. Using current regimes of prophylaxis the probability for a deep vein thrombosis (dvt) amount to 3-15%. In this prospective, randomised study we explore the benefit of the additional use of a venous calf pump (Venaflow). Methods From November 1998 until December 1999 145 patients were admitted for elective total hip replacement to the clinic for orthopaedic surgery at the university of Aachen. All patients received Low molecular weight heparin (LMWH; Fragmin), wore antithrombotic stockings and were mobilised the first day after operation. After theatre n=39 patients received the Venaflow for 3 days, further n=57 patients were followed up in the control- group. Every day during the doctor's round clinical signs for dvt were examinated. In case of thrombotic sign a venography was arranged. N=52 patients were routinely examinated by duplex-sonography (26 from the Venaflow-group and 26 from the control-group) 9 days after surgery. Also 6 weeks after surgery all patients were asked for thromboembolic complications. All patients in the Venaflow-group received a questionnaire about comfort and handling. Results: Because of excluding criterions or rejection of participation n=49 patients did not take part in the study. N=8 cases with clinical sign lead to a negative venography. In the sonography n=3 dvt without any clinical signs were found, two (7,7%) of those in the Venaflow-group, one (3,8%)in the other group. No statistically test were made because not every patient was examinated by sonography. There was no pulmonary embolism. There was no clinical thromboembolic incidence reported 6 weeks after surgery. The questionnaire that was given to all patients of the Venaflow-group, was completed by n=23 (88,5%). The contentedness was moderate. N=8 (40 %) patients describe it as comfortable or inconspicuous, n=11 (55%) as light bothering or bothering. One Patient was disturbed and finished the treatment by himself. In comparison to the heparin injections it was described as more comfortable anyhow. The sleep was only little more disturbed, than anyhow after such an operation. Conclusion: Altogether a definite statement about the worth of this combined prophylaxis with intermittent pneumatic compression and LMWH cannot be given. The contentedness was moderate, what if used routinely will probable reduce the compliance, when using it in combination with LMWH. Larger prospective, clinical studies are required but they will also get problems, which will cut down the significance.

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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT014233465

Interne Identnummern
RWTH-CONV-121467
Datensatz-ID: 59706

Beteiligte Länder
Germany

 GO


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Document types > Theses > Ph.D. Theses
Publication server / Open Access
Faculty of Medicine (Fac.10)
510000\-1
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 Record created 2013-01-28, last modified 2022-04-22


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