2006
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2006
Zusammenfassung in dt. u. engl. Sprache
Genehmigende Fakultät
Fak05
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2006-08-18
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-16125
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/61487/files/Nilson_Enno.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Landnutzung (Genormte SW) ; Belgien (Genormte SW) ; Niederlande (Genormte SW) ; Nordrhein-Westfalen (Genormte SW) ; Landschaftsentwicklung (Genormte SW) ; Geoinformationssystem (Genormte SW) ; Bodenbedeckung (Genormte SW) ; Eifel (Genormte SW) ; Niederrheinische Bucht <Süd> (Genormte SW) ; Historische Kartographie (Genormte SW) ; Erosion (Genormte SW) ; Geowissenschaften (frei) ; Landnutzungswandel (frei) ; Geographisches Informationssystem (frei) ; GIS (frei) ; Oberflächenabfluss (frei) ; Land cover change (frei) ; Belgium (frei) ; The Netherlands (frei) ; Germany (frei) ; Geographical Information System (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 550
Kurzfassung
Die Landschaft Mitteleuropas unterliegt seit Beginn der industriellen Revolution intensiven Änderungen. Das Ausmaß, die raum-zeitliche Struktur, die Rahmenbedingungen und die Auswirkungen dieses Wandels wurden am Beispiel eines 1730 km2 umfassenden Gebietes im Dreiländereck zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland untersucht. Die Studie fußt auf Landnutzungsszenarien von sechs relevanten Stadien der industriellen Entwicklung, vom präindustriellen Zustand um 1800 bis hin zum postindustriellen Zustand um 2000. Die Szenarien wurden aus 14 mittelmaßstäbigen historischen Kartenwerken, modernen topographischen Datenbanken und Fernerkundungsdaten abgeleitet. Diese heterogenen Grundlagen wurden in einem grenz- und epochenübergreifend konsistenten Geographischen Informationssystem integriert. Verschiedene weitere räumliche und nicht-räumliche Daten, die die biophysischen, sozioökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Landnutzungsänderungen abbilden, wurden ebenfalls grenzüberschreitend zusammengeführt. In Verbindung mit den Landnutzungsdaten wurden diese mit GIS- und geostatistischen Methoden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, das seit Beginn des 19. Jahrhunderts über 50% der untersuchten Fläche mindestens einmal umgenutzt wurden. Wesentliche Prozesse waren die Umwandlung von Ackerflächen in Grünland oder Wald sowie die Expansion der bebauten Bereiche. Die Ursachen des Wandels sind komplex: Von Ort zu Ort, von Zeit zu Zeit und von Prozess zu Prozess haben unterschiedliche Faktoren und Faktorenkombinationen die Transformation gesteuert. Auf einer großräumigen Betrachtungsebene passt sich das heutige Landnutzungsmuster besser an die naturräumlichen Potentiale an als zu irgend einem anderen Zeitpunkt während der letzten 200 Jahre. Gängigen empirischen Modellen und Bewertungsverfahren zufolge äußert sich dieser Umstand auch in einer insgesamt geringeren Erosionsdisposition und verbesserten Abflussregulationsfunktion der Landschaft. Auf der Detailebene konnten jedoch gegenteilige Entwicklungen belegt werden. Diese könnten in Zukunft hohe Risiken für das naturräumliche und kulturräumliche Inventar mit sich bringen.The landscape of Central Europe has been subject to intensive changes since the beginning of the industrial revolution. The extent, the spatio-temporal structure, the causes, and the effects of this change were investigated for a 1730 km2 case study area situated in the country triangle between Belgium, the Netherlands and Germany. The study is based on land cover data for 6 relevant stages of the industrial development, beginning from the pre-industrial stage around 1800 up to the post-industrial stage around 2000. The data were obtained from 14 meso-scale historical map series, 3 modern topographic databases, and remote sensing data. These heterogeneous information were integrated in a spatially and temporally consistent geographical information system. Various other spatial and non-spatial data, which map the biophysical, socio-economic and structural basic conditions of the land cover changes, were also integrated across the national borders. All data were analysed with GIS and geostatistical methods. The results show, that more than 50% of the area under investigation experienced at least one change of land cover since the beginning of the 19th century. Main processes were the conversion of arable land to grassland or forest and the expansion of built-up areas. The causes of these changes are complex: the driving factors differ between places, times and processes. On a large scale view the present land cover adapts better to the natural potentials than at any other time during the last 200 years. According to common empirical models and evaluation procedures this development is accompanied by generally lower erosion rates and an improved discharge buffering capacity of the landscape. On a more detailled level, however, there is evidence for contrary developments. These may lead to high risks for the inventory of the natural and cultural domain in the future.
Fulltext:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT014912856
Interne Identnummern
RWTH-CONV-123148
Datensatz-ID: 61487
Beteiligte Länder
Germany
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