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Nonresponse-Bias in einem Vorsorgeprogramm zur Früherkennung asbestbedingter Erkrankungen = Nonresponse-Bias in a screening program for asbestos related diseases



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Lars Knoll

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2007

UmfangV, 114 S. : Ill., graph. Darst.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2007


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2007-12-18

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-21469
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/62571/files/Knoll_Lars.pdf

Einrichtungen

  1. Lehrstuhl für Arbeitsmedizin (521001-2)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Bias (Genormte SW) ; Reihenuntersuchung (Genormte SW) ; Bronchialkrebs (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; bias (frei) ; screening (frei) ; lung cancer (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Vor dem Hintergrund einer großen Zahl ehemals asbeststaubexponierter Arbeitnehmer, haben Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung asbestassoziierter Erkrankungen eine große Bedeutung. Gerade beim Bronchialkarzinom gilt, je eher pathologische Veränderungen erkannt werden, umso früher und sinnvoller können Therapien zur Behandlung eingesetzt werden. Eine wichtige Vorraussetzung für den Erfolg dieser Vorsorgeprogramme ist unter anderem, dass möglichst viele der ehemals asbeststaubbelasteten Arbeitnehmer, insbesondere solche mit hohem Risiko teilnehmen. Grundlage für diese Arbeit bildete ein Kollektiv von 5192 ehemaligen asbestexponierten Arbeitnehmern, welche in konventionellen Wärmekraftwerken tätig waren. In Abhängigkeit vom Alter, der Expositionsdauer zu Asbest und dem Rauchverhalten wurden diese Personen in Risikogruppen eingeteilt. Je nach Risikogruppe erfolgte ein differenziertes Untersuchungsprogramm. Zur Beurteilung des Erfolges der Vorsorgeuntersuchungen und zur Erhöhung der Validität der Ergebnisse ist aus wissenschaftlicher Sicht die Frage bedeutsam, ob gegebenenfalls die Studienergebnisse durch eine Nichtteilnahme verzerrt werden können. Eine systematische Überprüfung der Unterschiede zwischen Nichtteilnehmer und Teilnehmer diente der Abschätzung eines Nonresponse-Bias. Das hier betrachtete Kollektiv umfasste 1019 Kraftwerksmitarbeiter in einem mittleren Alter von 66 Jahren (47-91). 839 sind im Rahmen des differenzierten Vorsorgeprogramms untersucht worden. 180 haben aus unterschiedlichen Gründen an den Untersuchungen nicht teilgenommen. Der häufigste Nichtteilnahme-Grund war eine aktive Verweigerung (35%). Des Weiteren konnten Personen an den Untersuchungen nicht teilnehmen, weil sie an unterschiedlichen Erkrankungen litten (23,3%) oder zum Zeitpunkt der Einladung bereits verstorben (16,7%) waren. 13,3% sind nicht erschienen, weil die Anreise zu beschwerlich war. Bei 11,7% konnten keine Gründe ermittelt werden. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Nichtteilnehmer von den Teilnehmern hinsichtlich verschiedener Variablen unterscheiden. Die Nichtteilnehmer waren älter, hatten eine längere Latenzzeit, befanden sich schon länger im Ruhestand und die Entfernung zum Untersuchungsort war größer. Bezüglich der Expositionsdauer gegenüber den Asbeststäuben, dem Rauchverhalten und der Bronchialkarzinomrate fanden sich keine Unterschiede.

The objective of the study was to identify the reasons for non-response and differences in the characteristics between non-responder and responder in a screening program of asbestos exposed workers. 5192 former power plant workers were enrolled. They were categorized in risk classes in dependence of the risk to obtain lung cancer. All subjects were underwent medical examination including occupational history, medical anamnesis, a questioning of relevant symptoms, medical examination of thorax organs, spirometry and X-ray of the chest (posterior-anterior). Individuals of highest risk underwent low-dose multidetector-row CT instead of X-ray and their sputum was analyzed. Data of 1019 individuals with a middle age of 66 years (47-91) were analyzed. 839 participants take part in at least one examination, 180 were non-respondents. Reasons of non-response were refusal because of personal reasons (35%), illness (23.3%), death (16.7%) and difficulties in arrival (13.3%). In 11.7 percent it was impossible to get information about the reasons of non-response. Comparing characteristics of the non-responder to the participants of the screening program we assess that the non-responders were older and had a longer latency period. They had a longer pension time and a greater distance to the place of examination. In terms of time of asbestos exposure and smoking habits no differences were observed. We could demonstrate that an increasing age and a rising distance to the place of the examination affect negatively the chance of participation. They were no differences between non-responder and responder in the prevalence and incidence rate of lung cancer. In this cohort refusal, illness and death were the most common reasons for non-participation.

Fulltext:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT015442447

Interne Identnummern
RWTH-CONV-124135
Datensatz-ID: 62571

Beteiligte Länder
Germany

 GO


OpenAccess

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Document types > Theses > Ph.D. Theses
Publication server / Open Access
Faculty of Medicine (Fac.10)
Public records
521001\-2
Publications database

 Record created 2013-01-28, last modified 2026-05-28


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