2007
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2007
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2007-12-04
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-22434
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/62753/files/Ruholl_Sabine.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Selbstwirksamkeit (Genormte SW) ; Psychische Störung (Genormte SW) ; Angst (Genormte SW) ; Depression (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Selbstwirksamkeitserwartung (frei) ; Kompetenzerwartung (frei) ; Bedarfsmedikation (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Die Kognition „Selbstwirksamkeit”, von Bandura beschrieben und von Schwarzer entscheidend weiterentwickelt, ist ein interessantes und immer noch viel versprechendes Konzept zur Erklärung von Verhalten zu bestimmten Zeitpunkten sowie von Veränderungen über die Zeit. Die Studie zeigt, dass die Selbstwirksamkeit bei Patienten mit unterschiedlichen psychischen Störungen verschieden hoch ist. Patienten, die unter Angst, Depression und Essstörung leiden, haben eine sehr geringe Kompetenzerwartung. Wird die Diagnose sexuelle Funktionsstörung oder somatoforme Störung gestellt, ist sie meist verbunden mit einer relativ hohen Selbstwirksamkeit. Weiterhin leiden Patienten mit einer geringen Selbstwirksamkeit stärker unter Angst, Depressionen, körperlichen und interpersonellen Problemen als Patienten mit einer hohen Kompetenzerwartung. In der untersuchten stationären Therapie steigt die Selbstwirksamkeit über die gesamte Zeit gesehen an, die körperbezogene Selbstwirksamkeit stark, die leistungs- und kommunikationsbezogene Selbstwirksamkeit etwas weniger. Als letzter Punkt wird in der Studie deutlich, dass Patienten mit einer geringen Selbstwirksamkeit mehr Beruhigungs- und Schmerzmedikamente fordern als diejenigen mit einer hohen Kompetenzerwartung. Diese Ergebnisse sind wichtig für die optimale Behandlung von Patienten mit psychischen Problemen und könnten bei weiterer Erforschung ebenfalls für andere Erkrankungen bzw. Patientengruppen noch entscheidendere Bedeutung in der Akut- und Langzeittherapie haben.The cognition "self-efficacy", described by Bandura and decisively developed by Schwarzer, is an interesting and still promising concept to explain behavior at a fixed point as well as changing over a period of time. The study shows that self-efficacy is varying by patients with different psychic diseases. Patients with anxiety, depression and eating disorders have a low self-efficacy. Related to the diagnosis sexual or somatoform dysfunction is often a high self-efficacy. Furthermore patients with a low self-efficacy suffer from a higher level of anxiety, depression, physical and interpersonal problems. In the analysed stationary therapy self-efficacy rises over the whole time, the body-related self-efficacy strongly, the activity and communication-related self-efficacy a little less. The last important point of the study describes, that patients with a low self-efficacy demand more analgetics and depressants than patients with a high self-efficacy. The results are important for the optimal treatment of patients with psychic problems and could also be of great importance for further research of other diseases respectively patients in both acute and long term therapy.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT015655136
Interne Identnummern
RWTH-CONV-124264
Datensatz-ID: 62753
Beteiligte Länder
Germany
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