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Architekturlehre und Städtebau der zwanziger bis fünfziger Jahre im Regierungsbezirk Aachen - René von Schöfer (1883-1954) = Architectural education and urban planning from the twenties to the fifties in the governmetal district of Aachen - René von Schöfer (1883-1954)



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Moritz Wild

ImpressumAachen 2017

Umfang1 Online-Ressource (VIII, 478 Seiten) : Illustrationen


RWTH Aachen University, Diss., 2017

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University. - Ausgezeichnet mit dem Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverband Rheinland


Genehmigende Fakultät
Fak02

Hauptberichter/Gutachter
;

Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2017-06-28

Online
DOI: 10.18154/RWTH-2017-07676
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/698367/files/698367.pdf
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/698367/files/698367.pdf?subformat=pdfa

Einrichtungen

  1. Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung (217220)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Aachen (frei) ; Architektenausbildung (frei) ; Architektur (frei) ; Heimatschutz (frei) ; Lehre (frei) ; RWTH (frei) ; Städtebau (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 710

Kurzfassung
Untersuchungsgegenstand und Methode: Die Untersuchungsgegenstände dieser Arbeit sind Aspekte der Entwicklung der Architekturlehre an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und städtebauliche Planungsprozesse im Regierungsbezirk Aachen seit der „Weimarer Republik“ über die politischen Brüche hinweg bis in die Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Zugang zu diesen Themenfeldern eröffnet die Biografie des Architekten und Hochschullehrers René von Schöfer, der von 1926 bis 1954 an der RWTH lehrte und in der Region als Architekt und Städtebauer tätig war. Seine Laufbahn durch die wechselnden politischen Systeme und seine Projekte liefern Anhaltspunkte, um Entwicklungsprozesse und das fachliche Umfeld sowohl an der Hochschule als auch im Städtebau zu erklären. Seine Biografie dient zugleich als Einführung in den historischen Kontext. Ausgangspunkt der Forschung waren René von Schöfers Nachlass und ein vorläufiges chronologisches Werkverzeichnis, zur Verfügung gestellt vom Förderverein Festung Zitadelle Jülich. Die Forschungsmethode bestand erstens aus der Recherche in Archiven, Behörden, historischen Vorlesungsverzeichnissen und historischen Zeitschriften nach Hinweisen und aussagekräftigen Quellen zu Laufbahn, Lehre und Projekten von Schöfers, zweitens aus der Besichtigung der Plangebiete und Bauplätze, und schließlich aus der Auswertung und Interpretation der Funde anhand der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur.Architekturlehre Nachdem in der Literatur die Geschichte der RWTH Aachen bislang vor allem unter politischen Gesichtspunkten untersucht worden ist, wird im ersten Themenkomplex „Architekturlehre an der RWTH Aachen“ die inhaltliche Entwicklung der Architekturabteilung und der Architektenausbildung an der RWTH dargestellt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen von Schöfers Lehrgebiete Bauformenlehre - dazu zählten die Fächer Entwerfen, Bauaufnahme und Baugeschichte - und Städtebau. Die Entwicklung der Lehre wird dabei als Prozess mit Ursachen, Zielstellungen, politischen Einflüssen und Akteuren verstanden, die zu einer bestimmten Lehre führten. Um die Prozesse verstehen zu können, müssen auch die Akteure beleuchtet werden.Zunächst wird die historistische Lehre als Ausgangslage vorgestellt, die nach dem Ersten Weltkrieg geändert werden sollte. Die Vorstellungen der Hochschule und externe Richtlinien führten zur Berufung von Hochschullehrern mit einem bestimmten Profil, zu einer von fachlichen und politischen Faktoren abhängigen Zusammensetzung des Lehrkörpers und zur Entwicklung der Lehre nach ministeriellen Vorgaben und nach den Lehrauffassungen der Professoren. Wie sich die Lehre entwickelte wird am Beispiel der Lehrgebiete Bauformenlehre und Städtebau vertieft und in den Kontext sowohl der Aachener Architekturabteilung als auch der Studienreformen in Deutschland gesetzt, um die Einflüsse auf die Lehre aufzuzeigen. Dazu werden zum einen Berufungsverfahren einzelner Professoren und die Auswirkungen der Entnazifizierung auf den Lehrkörper beleuchtet, zum anderen die Veränderungen im Studienplan aufgezeigt und spezielle Themen wie die Rolle der RWTH Aachen im Deutschen Siedlungswerk des Dritten Reiches eingehender behandelt. Die Nachkriegszeit und der Wiederaufbau stellten neue Anforderungen an die Lehre an der RWTH und verlangten nach neuen Lehrstühlen.StädtebauDer zweite Themenkomplex „Städtebau im Regierungsbezirk Aachen“ untersucht beispielhaft städtebauliche Planungsprozesse und Wettbewerbe mit ihren Ursachen und Zielen, Einfluss nehmenden Akteuren, genutzten Planungsinstrumenten und Ergebnissen im Regierungsbezirk Aachen. Da die stadtbaugeschichtliche Forschung sich bislang vorwiegend auf Großstädte und ihre morphologische Entwicklung konzentriert hat, werden neue Einsichten in die zeitgenössische Planungspraxis gewonnen. Dadurch werden Lücken in der Planungsgeschichte geschlossen und Grundlagen für weitergehende Untersuchungen von Planungsprozessen in Groß- und insbesondere Kleinstädten geschaffen.Stadterweiterung, Altstadtsanierung und Siedlungsbau während des Nationalsozialismus, Planungsprozesse der frühen Wiederaufbauphase und Leitpläne nach dem Aufbaugesetz werden jeweils anhand mehrerer Beispiele dargestellt und die verwendeten Planungsinstrumente aufgezeigt. Zu den Instrumenten zählen insbesondere die verwendeten Arten von Plänen, Ortssatzungen, Bauberatung, die Finanzierung der Planung und der Durchführung. Bestandteile der Prozesse waren auch die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Vertreter öffentlicher Belange sowie der Widerstreit öffentlicher und privater Interessen einerseits, konkurrierender öffentlicher Interessen andererseits. Zuletzt rücken Wettbewerbe der frühen Nachkriegszeit in den Fokus, deren Ursachen, Ziele, Teilnehmer, Zusammensetzung der Preisgerichte und Vorgänge überblickt werden, die zu den jeweiligen Wettbewerbsergebnissen und zur Auftragsvergabe führten. Über Akteure wie René von Schöfer wurden Auffassungen und Leitbilder transportiert, die sich auch in Wettbewerben auf die architektonischen und städtebaulichen Entwürfe auswirkten und zu seiner Wirkungszeit eine traditionalistische Gestaltung begünstigten. Gemeinsame rechtliche Grundlagen der formellen Prozesse sind mehrheitlich Gesetze, Verordnungen und, im Falle der Wettbewerbe, Grundsätze, die vor 1945 entstanden waren und noch in der Nachkriegszeit Anwendung fanden.

Subjects of study and method: The subject matter of this thesis is the aspects of the development of the architectural education at the RWTH University in Aachen (Rhenish-Westphalian Institute of Technology) and the urban planning processes in the government district of Aachen since the „Weimar Republic” and beyond the political breakup all the way to the reconstruction period after World War II. Approaching these subjects is made possible through the biography of the architect and university lecturer René von Schöfer, who taught at the RWTH from 1926 to 1954 and also practiced architecture and urban planning within the region. His career, through the changing political systems and his projects, provide clues to explain the developmental processes in the professional environment at both the university and urban planning. His biography also serves as an introduction to the historical context. The starting point of the research was René von Schöfer's estate and a preliminary chronological catalog provided by the Förderverein Festung Zitadelle Jülich. At first, the research method consisted of researching archives, authorities, historical lecture directories and historical journals finding hints and meaningful sources about his career, teachings, and von Schöfer’s projects, secondly, by visiting the planning and construction sites and lastly by analyzing and interpreting the finds relevant to scientific literature.Architectural educationAfter the literature addressed the history of the University of Aachen, that was mainly investigated focussing on political aspects, it resulted in a first thematic complex „Architectural education at the RWTH Aachen” depicting the content related development of the architectural department and the architectural education at the RWTH Aachen. The areas of focus in Schöfers teaching was in architectural design (theory); including design, architectural building survey, architectural history; and on urban planning. The development of teaching is understood as a process with causes, objectives, political influences and teachers which led to a certain teaching. In order to understand the processes, the teachers must also be illuminated. First, the historicist education is presented as a starting point and then changes after World War I. The educational concept of the university and external guidelines led to the appointment of university teachers with a specific profile to a composition of the teaching body in the department for architecture dependent on professional and political factors and to the development of education according to ministerial guidelines and the educational perception of the professors. How the education was developed is illustrated by the example in the educational fields of architectural design and urban planning (and urban design) that was put into the context of both the Aachen Department of Architecture and the study reforms in Germany in order to show the influences on the educational concept in Aachen. The appointment processes of individual professors and the effects of denazification on the educational staff were illuminated. The changes in the study plans as well as a detailed discussion of specific topics such as the role of the RWTH Aachen in the German settlement programs of the Third Reich were addressed. The post-war period and reconstruction made new demands on teaching at RWTH and demanded new chairs. Urban planningThe second range of topics „Urban Construction in the Government District of Aachen” examines exemplary city planning processes and competitions with its causes and goals influencing participants, the used planning instruments and results in the governmental district of Aachen. Since urban historical research has concentrated mainly on large cities and their morphological development, new insights into contemporary planning practice has been accomplished. This closes gaps in the planning history and creates the basis for further studies of planning processes in large, and in particularly, small towns.City expansion, old town restoration and settlement development during the era of National Socialism, planning processes of the early reconstruction phase and guidelines according to the reconstrution law of North Rhine-Westphalia are presented in each case by several examples and the used planning instruments are shown. The instruments include, in particular, the type of plans used, local statutes, building consultancy and the financing of planning and implementation. Components of the processes were also the participation of the public and the representatives of public interests as well as the resistance of public and private interests on one side and of competing public interests on the other. At last, the competition of the early post-war had a focus on the causes, goals, objectives, participants, the configuration of the prize judges and how the procedure was monitored that led to the respective competition results and ultimately the award of the contract.Through figures such as René von Schöfer, perceptions and guiding principles were carried out during his lifetime having an affect on the competitions in architectural and urban planning favoring a traditionalist design approach. Common legal foundations of the formal processes are mostly laws, regulations and in the case of the competitions, are principles which arose before 1945 and still applied in the post-war period.

OpenAccess:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT019430959

Interne Identnummern
RWTH-2017-07676
Datensatz-ID: 698367

Beteiligte Länder
Germany

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Petersberg : Michael Imhof Verlag, Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege 85, 335 Seiten : Illustrationen, Karten () = Dissertation, RWTH Aachen University, 2017  GO BibTeX | EndNote: XML, Text | RIS


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Faculty of Architecture (Fac.2)
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 Record created 2017-08-22, last modified 2023-04-08