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A multi-method study of consumer behavior : towards a better understanding of the consumer's persperctive on online grocery shopping



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Sarah Ranjana Güsken, M.Sc.

ImpressumAachen : RWTH Aachen University 2020

Umfang1 Online-Ressource (xiv, 249 Seiten) : Illustrationen, Diagramme


Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2020

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University 2021


Genehmigende Fakultät
Fak08

Hauptberichter/Gutachter
;

Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2020-12-04

Online
DOI: 10.18154/RWTH-2020-12141
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/808548/files/808548.pdf

Einrichtungen

  1. Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Technologie- und Innovationsmanagement (812710)
  2. Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (416910)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
COVID-19 (frei) ; behavioral intentions (frei) ; business model innovation (frei) ; consumer experiences (frei) ; innovation management (frei) ; online grocery (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 330

Kurzfassung
Der SARS-CoV-2 Ausbruch im Jahr 2020 hat die Welt verändert. Während dies auf die meisten Unternehmen negative Konsequenzen hatte, profitierten Unternehmen deren Geschäftsmodelle eine Kontaktvermeidung ermöglichen. Eines dieser Geschäftsmodelle ist der Online Lebensmittelhandel. Verhaltensänderungen und Geschäftsmodellwandel, sind besonders dann von wissenschaftlichem Interesse, wenn sie durch Krisen verursacht werden und besonders schnell ablaufen. Die Analyse solcher Veränderungen hilft die Mechanismen von Kund*innenverhalten und Strategiewechseln von Geschäftsmodellen besser zu verstehen. Zwar dient dies nicht als Beitrag zur Krisenvorhersage, jedoch helfen die Erkenntnisse dem Verständnis von Verhaltensmusstern und Strategieentwicklungen in Krisenzeiten und stärken die Widerstandsfähigkeit gegenüber folgenden Krisen. Die SARS-CoV-2 Pandemie zeigt sich hier als Beschleuniger eines Prozesses, welcher getrieben durch die Digitalisierung den Online Lebensmittelmarkt zu einem sich schnell verändernden und aufbrechenden Markt mit hohem Wachstumspotential gemacht hat. Der Lebensmittel-Einzelhandelssektor ist mit einem Umsatz von 209,8 Milliarden Euro der größte Vertriebskanal in Deutschland. Der Anteil an über das Internet erworbenen Lebensmitteln ist gegenwärtig sehr gering. Nur 1,4% der Lebensmittelverkäufe werden aktuell über Online-Verkaufskanäle umgesetzt. Dies ist erstaunlich, da E-Commerce in vielen anderen Industrien wie Mode, Unterhaltung oder dem Bankenwesen bereits vollständig etabliert ist. Darüber hinaus werden durch die demografische Entwicklung westlicher Staaten neue Formen der barrierefreien Lebensmittelversorgung in Zukunft immer größere Bedeutung gewinnen. Der Online-Lebensmittelhandel ist wegen seiner sozialen und wirtschaftlichen Relevanz ein hoch interessanter Forschungsbereich, dem sich in den vergangenen Jahren viele international forschende Wissenschaftler*innen gewidmet haben. Ein Großteil der Forschungsarbeiten beschäftigt sich mit landesspezifischen Daten von Online-Konsument*innen und Händler*innen, beispielsweise aus den USA oder dem Vereinigten Königreich. Das spezifische Verhalten von deutschen Online-Kund*innen und diesbezüglichen Geschäftsmodellen wird jedoch nur vereinzelt adressiert. Die Zielsetzung dieser Dissertation ist die Erweiterung des bestehenden Forschungsstands zum Online-Lebensmittelhandel in Deutschland. Hierfür wird ein ganzheitliches Verständnis der Strukturen der Konsument*innenakzeptanz, der Nutzungsintention sowie der individuell beeinflussenden situativen Faktoren angestrebt. Diese Erkenntnisse fließen in Entscheidungshilfen zur Gestaltung von erfolgreichen Geschäftsmodellen ein. Im Rahmen von drei wissenschaftlichen Aufsätzen kommt ein interdisziplinärer Methodenmix zum Einsatz, der quantitative und qualitative Forschungsinstrumente umfasst. Der erste Aufsatz entwickelt ein Forschungsgerüst, das die Kerntreiber der Nutzungsabsicht des Online-Lebensmitteleinkaufs deutscher Kund*innen betrachtet. Dazu werden Prädiktoren des Technologie-Akzeptanz-Modells 3 genutzt und mit externen Variablen kombiniert. Darüber hinaus werden Faktoren ergänzt, die im Rahmen von qualitativen Konsument*innenworkshops erarbeitet wurden. Dieses Forschungsgerüst wird mit Daten aus einer Online-Umfrage mit 213 Teilnehmer*innen evaluiert. Zur Datenanalyse wird die Methode der partiellen Regression der kleinsten Quadrate aus der Strukturgleichungsmodellierung genutzt. Zusammenfassend erklärt das Forschungsgerüst 41% der Variable Nutzungsabsicht des Lebensmitteleinkaufs für Kund*innen, die bereits Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben, und 43,4% für Kund*innen, die noch keine Erfahrungen im Online-Lebensmitteleinkauf gesammelt haben. Die Ergebnisse implizieren die Existenz zusätzlicher, über das entwickelte Forschungsgerüst hinausgehender Faktoren. Der zweite Aufsatz untersucht deshalb unter Einsatz von Forschungstagebüchern die Kund*innenerfahrungen während des Online-Lebensmitteleinkaufs. Durch induktive sowie deduktive Analyse der Daten wird herausgearbeitet, dass sich die verhaltene Nutzung von Online-Lebensmittel-Geschäften in einer unzureichenden technischen Nutzbarkeit der angebotenen Anwendungen sowie in einer nicht hinreichenden Lieferabdeckung begründet. Durch unvollständige Produktsortimente, unzureichende Lieferverlässlichkeit und -flexibilität wird dann die Integration von Online-Lebensmitteleinkäufen in das tägliche Leben zusätzlich erschwert. Außerdem zeigt sich, dass derzeitige Geschäftsmodelle die Spontanität der Kunden während des Einkaufs nicht ansprechen. Die sich im Laufe der Studie entwickelnde Corona-Krise wird durch die Studienergebnisse als positiver wie auch negativer Einfluss auf die Nutzung von Online-Lebensmittel-Geschäftsmodellen identifiziert. Der dritte Aufsatz wechselt die Betrachtungsperspektive und untersucht systematisch die Struktur von 40 am Markt operierenden Online-Lebensmittel-Geschäftsmodellen. Aus dieser Analyse werden 60 reguläre und 19 krisengetriebene Online-Lebensmittel-Geschäftsmodellmuster extrahiert. Die 19 krisengetriebenen Muster beschreiben die Reaktionen der Geschäftsmodelle auf die SARS-COV-2-Pandemie. Zur Strukturierung der extrahierten Muster wird eine Taxonomie entwickelt und in das Schema einer morphologischen Box überführt. Für die praktische Dissemination wird ein Vorgehen in sieben Schritten vorgeschlagen. Um die Ergebnisse des dritten Aufsatzes mit denen der beiden anderen Aufsätze zusammenzuführen, werden die extrahierten unerfüllten Kund*innenbedürfnisse mit den Geschäftsmodellmustern in Beziehung gesetzt. Anschließend werden diejenigen Geschäftsmodelldimensionen hervorgehoben, die einen hohen Anpassungsbedarf zur Realisierung eines erfolgreichen Geschäftsmodells aufweisen. Insgesamt ergänzt diese Dissertation die Literatur über Online-Lebensmittel Einkaufsverhalten und Geschäftsmodelle und trägt zu einem Verständnis von Nutzungsabsicht, Technologieakzeptanz sowie dem mangelnden Erfolg von Online-Lebensmittel-Geschäftsmodellen bei. Nach Untersuchung des Konsument*innenverhaltens zeigt sich die Bedeutung kundenzentrierter Geschäftsmodelle. Durch die Analyse des durch COVID-19 hervorgerufenen veränderten Einkaufsverhaltens und erfolgten Anpassungen der Geschäftsmodelle, trägt diese Dissertation zudem zum Forschungsfeld der durch die COVID-19 Krise getriebenen Verhaltensmechanismen bei.

In 2020, the outbreak of SARS-CoV-2 changed the world. While the crisis has had negative impacts on many companies, it has had positive effects on others. Companies whose business models enable physical distancing are among the beneficiaries of the crisis. One of these models is online grocery shopping. However, the crisis has required companies to develop new strategies for the shift in customer behavior as quickly as possible, and to adapt their business model so that it can carry them through the crisis. Changes in customer behavior and shifts in corporate strategy are of great interest to researchers, especially when they are driven by crises and happen rapidly. The analysis of such changes helps to develop an understanding of the mechanisms of customer behavior changes and the corresponding strategy and business model shifts. While this understanding does not help to anticipate such crises, it contributes to understanding possible customer behavioral patterns and strategy changes in business models and subsequently enables companies and researchers to apply them to other crises.Not only because of SARS-CoV-2 pandemic but also because of digitalization, the online grocery market is a swiftly-changing, emerging market with high growth potential. With a turnover of 209.8 billion euros, the grocery retailing sector is the largest sales channel for the food industry in Germany. However, the proportion of groceries purchased online is still low. Only 1.4% of the revenue in the grocery industry is generated via online sales. This is especially remarkable as e-commerce is well established in many other industries such as fashion, entertainment, and banking. Moreover, new and innovative ways of connecting people to groceries will be needed as societies undergo demographic shifts. Younger people tend to want to make purchases over the internet and have the offline purchase more as an experience than a necessity, while older people need to secure their grocery supply; even if they enjoy shopping for groceries offline, they still may want barrier-free services that deliver groceries for those times that they may not be able to transport them by themselves. Because of its social and economic relevance, the online grocery industry is a highly interesting field of research. Many researchers have worked in this area in recent years. Much of this research was undertaken using online customer and retailer data in specific countries such as the US or UK. Research on Germany-specific developments is, however, rare. The objective of this dissertation is to expand and enhance existing research on the online grocery industry. I strive to gain a holistic understanding of German consumers’ behavioral intentions and subsequently to derive information that can support the development and re-design of online grocery business models. I employ an interdisciplinary mixed-methods approach combining quantitative and qualitative research data. The diverse research methods and settings address various related research questions that are approached in three articles. In the first paper, I develop a research framework that comprises the key drives of German consumers’ behavioral intention to use online grocery shopping. I use Technology Acceptance Model 3 predictors and combine them with external variables that have been explored in recent online grocery shopping literature. I add factors that I extract from three qualitative customer workshops. I subsequently evaluate the framework with data from 213 online survey participants. For the analysis of the data, I deploy a structural equation modeling approach: more precisely, the partial least square methodology. The framework describes 41% of the behavioral intention to use online grocery shopping for consumers with online grocery shopping experience and 43.4% for consumers without online grocery shopping experience. These values imply additional factors extending beyond the developed framework. From this result, I derive the need for further investigation of online grocery shopping adoption behavior. The second paper addresses this need by exploring customer experiences through two ethnographic studies using research diaries. By analyzing the data inductively and deductively, I find that consumers’ reluctance to embrace online grocery business models is caused by several factors, most importantly the insufficient usability of the technical applications as well as limited product assortments and delivery coverage throughout Germany. I find that even if users are able to handle the online interfaces, the existing limitations make it difficult for consumers to integrate online grocery shopping into their daily lives. I further point out that current online grocery business models leave no room for spontaneity, for playfulness, for serendipity, for the delight of making happy, unplanned discoveries. The coronavirus crisis appeared during my studies, and I find that this situation has been both a positive and negative amplifier for the adoption of online grocery shopping.In the third paper, I change perspective and investigate the structures of 40 current operating online grocery business models. I extract 60 online grocery business model patterns concerning regular business activity and 19 crisis-driven patterns that account for the shift in business models caused by the SARS-CoV-2 pandemic. To structure the extracted patterns, I develop a taxonomy of online grocery business model patterns and transfer it into a morphological box scheme. To help others to put this information into practice, I subsequently propose a proceeding in seven steps. Finally, to connect the results of the third paper with the results of the first and second paper, I compare unfulfilled customer needs to the extracted business model patterns and highlight the business model dimensions that are in high demand for adjustments to reach business model success.In conclusion, my dissertation complements to the literature on online grocery shopping behavior and online grocery business models, while it simultaneously contributes to the understanding of consumer behavioral intentions, technology acceptance, and the lack of business model success in Germany. By looking at the customer ecosystem as well as the individual customer level, I confirm the importance of customer-centered business models. Simultaneously, I highlight the need for further research in this regard. Through analyzing customer behavior during the German lockdown and the corresponding shift of online grocery shopping business models, I furthermore contribute to the research on COVID-19-driven behavioral mechanisms.

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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online

Sprache
English

Externe Identnummern
HBZ: HT020809549

Interne Identnummern
RWTH-2020-12141
Datensatz-ID: 808548

Beteiligte Länder
Germany

 GO


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The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Faculty of Mechanical Engineering (Fac.4)
School of Business and Economics (Fac.8)
Publication server / Open Access
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Publications database
416910
812710

 Record created 2020-12-10, last modified 2025-10-21


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