Note: Formgedächtnislegierungen zeigen eine spezifische Mikrostruktur mit ungewöhnlichen geometrischen Mustern. Legierungen mit geringer Hysterese und Sprödigkeit sind von großem Interesse für technologischen Anwendungen, insbesondere im Hinblick auf die Langzeitstabilität und auf die energetische Effizienz. In der Literatur wurde gezeigt, dass enge Beziehungen zwischen der Geometrie der Mikrostruktur und Hysterese und Sprödigkeit existieren.Die vor kurzem entdeckten superkompatiblen Legierungen zeichnen sich dabei durch besonders geringe Hysterese aus. Dies eröffnet eine Vielzahl neuer Anwendungen, zum Beispiel die direkte Umwandlung von Wärme in elektrische Energie. In diesen Legierungen beobachtet man eine Vielzahl unterschiedlicher Mikrostrukturen, von denen viele vorher unbekannt waren.Ziel dieses Projekts ist, ein besseres analytisches Verständnis dieser Mikrostrukturen und deren Auswirkungen auf das Materialverhalten zu gewinnen. Dazu sollen zunächst makroskopisch gekrümmte Grenzflächen untersucht werden, die nur in superkompatiblen Legierungen existieren. Weiterhin soll die Hysterese in superkompatiblen Legierungen im Rahmen des vor kurzem entwickelten datengetriebenen Zugangs zur Elastizitätstheorie analysiert werden. Schließlich soll allgemeiner die Situation untersucht werden, in der Mikrostruktur geometrisch möglich, aber unter dem Aspekt der Energieminimierung nicht notwendig ist.Dazu sollen zunächst Modellprobleme betrachtet werden.