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Verkehrslärm : Auswirkungen der drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Luft auf die Belästigung = Impact of the three transport modes road, rail, and air on annoyance



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Sarah Weidenfeld, M.Sc.

ImpressumAachen : RWTH Aachen University 2026

Umfang1 Online-Ressource


Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2026

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter
;

Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2026-02-02

Online
DOI: 10.18154/RWTH-2026-02437
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/1029603/files/1029603.pdf

Einrichtungen

  1. Institut und Lehrstuhl für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (922110 ; 922120)
  2. Lehrstuhl und Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme (ILR) (415310)
  3. Klinik und Lehrstuhl für Neurologie (535000-2 ; 933810)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Da viele Verkehrslärmstudien auf Laboruntersuchungen beruhen oder Mängel bei der Lärmmessung aufweisen, fehlten bislang valide Expositions-Wirkungs-Beziehungen zwischen Verkehrslärm und Belästigung. Um diese Lücke für den Straßenverkehr zu schließen, wurde eine Feldstudie durchgeführt, in der vorstädtischer nächtlicher Straßenverkehrslärm in den Schlafzimmern von 40 Versuchspersonen (Durchschnittsalter 29,1 Jahre ± 11,7; 26 Frauen) aufgezeichnet und die daraus resultierende morgendliche Belästigung (Kurzzeitbelästigung) erfasst wurde. Es wurden Expositions-Wirkungs-Funktionen für die Wahrscheinlichkeit "zumindest ein wenig belästigt" zu sein (%LA), abgeleitet. In weiteren Analysen wurden die Daten aus dieser Studie mit denen aus zwei früheren Studien zu Bahn- und Fluglärm verglichen. Die Belästigung nahm mit der Anzahl der Verkehrslärmereignisse und dem äquivalenten Schalldruckpegel (LAeq,night) zu. Beim Vergleich der verschiedenen Verkehrslärmquellen war %LA bei Betrachtung des LAeq,night für den Straßenverkehr höher als für den Flugverkehr. Bei Betrachtung der Anzahl der Verkehrslärmereignisse war %LA jedoch für den Straßen- und Bahnverkehr höher als für den Flugverkehr. Die Lärmbelästigung variiert je nach Lärmquelle, was vermutlich auf Unterschiede in den akustischen Eigenschaften oder in der zeitlichen Lärmverteilung während der Nacht zurückzuführen ist. Güterzugverkehr ist aufgrund des speziellen Bremssystems besonders belästigend für Anwohnende. Auf Empfehlung der Europäischen Kommission ersetzten die Eisenbahngesellschaften kürzlich das konventionelle Bremssystem von Güterwagen. Da diese Umrüstung zu einer Veränderung der Eigenschaften des Rollgeräuschs von Zugvorbeifahrten führen kann, wurde in einer Laborstudie untersucht, ob diese Geräusche angenehmer klingen. Dazu wurden realistische Geräusche von Vorbeifahrten synthetisiert und 44 Versuchspersonen vorgespielt. Die Versuchspersonen wurden gebeten, zu entscheiden, welche der paarweise dargebotenen Geräusche sie als angenehmer empfanden. Die ermittelte Präferenz-Rangfolge wurde auf einer metrischen Skala abgebildet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Versuchspersonen umgerüstete Güterzüge gegenüber solchen mit einem konventionellen Bremssystem bevorzugten. Zudem wurde festgestellt, dass je mehr Wagen eines Zuges umgerüstet waren, desto angenehmer wurde das Geräusch bewertet. Die Präferenz nahm mit steigendem Schalldruckpegel ab. Da eine langfristige Lärmbelastung durch als unangenehm empfundene Rollgeräusche von Zugvorbeifahrten die Anzahl der stark belästigten Anwohnenden erhöhen kann, liefern diese Ergebnisse wichtige Informationen für politische Entscheidungen und unterstützen ein generelles Verbot von Güterwagen mit konventionellen Bremssystemen.

As many traffic noise studies are based on laboratory investigations or have shortcomings in noise measurement, valid exposure-response relationships between traffic noise and annoyance have been lacking to date. In order to close this gap for road traffic, a field study was conducted in which suburban night-time road traffic noise was recorded in the bedrooms of 40 residents (mean age 29.1 years ± 11.7; 26 women) and the resulting morning annoyance (short-term annoyance) was captured. Exposure-response functions for the probability of being "annoyed at least a little" (%LA) were derived. In further analyses, the data from this study were compared with those from two earlier studies on railway and aircraft noise. The annoyance increased with the number of traffic noise events and the equivalent sound pressure level (LAeq,night). When comparing the different traffic noise sources, %LA was higher for road traffic than for air traffic at a given LAeq,night. However, when the number of traffic noise events was considered, %LA was higher for road and rail traffic than for air traffic. Noise pollution varies depending on the noise source, which may be due to differences in acoustic properties or in the temporal distribution of noise during the night.Freight train traffic is particularly annoying for residents due to the special brake system. On the recommendation of the European Commission, railway companies recently replaced the conventional brake system of freight wagons. Sine the retrofitting may lead to a change in characteristics of the rolling noise, a laboratory study was carried out to investigate its efficacy to increase the pleasantness of the sounds. For this purpose, realistic railway pass-by sounds were synthesized and played to 44 participants who were asked to decide which of the sounds presented in pairs they found more pleasant. The derived preference rankings were based on a metric scale. The results showed that the participants preferred retrofitted freight trains to those with a conventional braking system. The more wagons of a train were retrofitted, the more pleasant the sound was rated. Pleasantness decreased with increasing sound pressure level. Since long-term noise exposure caused by railway sounds that are perceived as unpleasant may increase the number of highly annoyed residents, these results provide important information for political decisions and support a general ban on freight wagons with conventional brake systems.

OpenAccess:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT031424807

Interne Identnummern
RWTH-2026-02437
Datensatz-ID: 1029603

Beteiligte Länder
Germany

 GO


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Document types > Theses > Ph.D. Theses
Faculty of Mechanical Engineering (Fac.4)
Publication server / Open Access
Faculty of Medicine (Fac.10)
535000\-2
Public records
521001\-2
Publications database
415310

 Record created 2026-02-27, last modified 2026-04-23


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