h1

h2

h3

h4

h5
h6
http://join2-wiki.gsi.de/foswiki/pub/Main/Artwork/join2_logo100x88.png

Geodynamic evolution and petroleum system of Abu Gharadig Basin, North Western Desert, Egypt = Geodnynamische Entwicklung und Kohlenwasserstoff-Systeme des Abu-Gharadig-Beckens, Nord-West-Ägypten



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Mohammed Awad Ahmed Ahmed

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2009

UmfangXI, 255 S. : Ill., graph. Darst., Kt.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2008

Zsfassung in dt. und engl. Sprache


Genehmigende Fakultät
Fak05

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2008-11-11

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-26120
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/50498/files/Ahmed_Mohammed.pdf

Einrichtungen

  1. Fachgruppe für Geowissenschaften und Geographie (530000)
  2. Lehrstuhl für Geologie, Geochemie und Lagerstätten des Erdöls und der Kohle (532410)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Abu Gharadig Basin (Genormte SW) ; Geowissenschaften (frei) ; nummerische Sedimentbecken-Modellierung , Kohlenwasserstoff-Systeme (frei) ; Egypt , Abu Gharadig basin , western desert , basin modeling (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 550

Kurzfassung
Die komplexe geologische Struktur des Abu Gharadig Beckens in Ägypten ist charakterisiert durch pull-apart Gräben, die seit dem Paleozoikum eine aktive Subsidenz erfuhren. Die Absenkungen wurden im Karbon initiiert und setzten sich kontinuierlich während Jura und Kreide fort. Die Sedimentation der mächtigen Khoman Sequenz im Maastricht hatte die stärkste Absenkung zur Folge. Ziel dieser Studie war die Verbesserung der Kennnisse der geodynamischen Entwicklung und des Kohlenwasserstoffpotentials des Abu Gharadig Beckens. Zur besseren Erfassung der Genese, Migration und Akkumulation von Kohlenwasserstoffen erfolgte die Modellierung eines Petroleumsystems, unter Berücksichtigung multivariabler Prozesse während der langen Entwicklungsgeschichte des Beckens. Mit Hilfe der numerischen Beckensimulation konnten dabei die vierdimensionalen Kontrollfaktoren in Hinblick auf die Verbreitung von Mutter-, Reservoir- und Abdeckgestein, den haupttektonischen Mechanismen sowie der Muttergesteinsreife, Migration und Fallenstrukturen aufgezeigt werden. Das Petroleum Potential ist dabei nicht nur von der komplexen Verbreitung von Mutter-, Reservoir- und Abdeckgestein beeinflusst, sondern auch von Effekten wie Absenkung, Uplift und Erosion. Diese Effekte sind zeitlich und räumlich variabel.Die Korrelation von Log-Interpretationen mit vorhandenen geochemischen Daten der sedimentären Einheiten ließ eine Konstruktion von Beckenmodellen zu, die Hinweise auf die thermische Geschichte der Sedimentsequenzen lieferte. Mit den Ergebnissen der eindimensionalen Beckenmodellierung konnte eine, für die Genese von Kohlenwasserstoffen geeignete Muttergesteinszone definiert werden. Diese basiert auf den Ablagerungen und Mächtigkeiten der überlagernden Gesteine, ebenso wie auf dem Zeitpunkt der Genese und Migration der generierten Kohlenwasserstoffe. Darüber hinaus wurde das 1D Modell zur Bewertung der Freisetzung und Expulsion von Petroleum herangezogen. Die Charakterisierung des Reservoirs stammt aus detaillierten Log-Interpretationen, die mit dem Programm „Interactive Petrophysics“ (Schlumberger) erarbeitet wurden. Die Kalibration der 1D Modelle erfolgte anhand ausgewerteter Ergebnisse der Vitrinit-Reflexionsmessungen verschiedener Bohrungen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Abschätzung des Einflusses der Temperatur auf organisches Material. Darüber hinaus ermöglichten die Reifedaten die Berechnung von Paläotemperaturen zum Zeitpunkt der maximalen Versenkung bzw. der maximalen Temperatur. An Hand dieser Daten wurde dann der entsprechende Erosionsbetrag ermittelt. Für das Zeitintervall Oberer Jura – Untere Kreide wurden hohe Wärmeflussbeträge angenommen, gekoppelt an die einsetzende Riftphase. Alle generierten 1D Modelle zeigen eine Übereinstimmung des rezenten Wärmeflusses mit den Temperaturdaten und den korrigierten Sohltemperaturen der untersuchten Bohrungen. Die beste Übereinstimmung zwischen berechneten und gemessenen rezenten Temperaturen ergab sich für einen aktuellen Wärmefluss zwischen 43-49mW/m2. Der niedrigste rezente Wärmefluss wurde für die Bohrung BED 3-3 (auf Grund rascher Sedimentation bzw. tiefliegendem Basement), der maximal anzunehmende rezente Wärmefluss für die Bohrung BED 2-1 (Basement liegt flacher) berechnet. Die Ergebnisse der 1D Simulation weisen Unterschiede in der Versenkungs-, Temperatur- und Reifungsgeschichte unter Einbezug der grundlegenden tektonischen Ereignisse auf. Bei der Genese von Öl aus einem Muttergestein, erreicht dieses nicht immer ein Reservoir. Es kann innerhalb der Muttergesteinsmatrix erhalten bleiben und dispergiert letztendlich entlang sekundärer Migrationspfade. Den aufgezeigten Reservoiren kann mittels der 1D Beckenmodellierung ein Temperaturbereich von mehr als 80°C seit der Späten Kreide zugeordnet werden. Biodegradation wurde durch diesen Temperaturbereich eingedämmt, wie aus dem n-Alkan-Verteilungsdiagramm sowie der ´Temperaturgeschichte der Reservoir-Intervalle ersichtlich. Zeitpunkt und Lokation der Genese und Expulsion der Kohlenwasserstoffe sind direkt an die Temperaturgeschichte des Beckens gekoppelt. Nachfolgende Migration und Akkumulation der Kohlenwasserstoffe sowie der mineralhaltigen Fluide war signifikant von der strukturellen Entwicklung beeinflusst. Unterschiede in den Kohlenwasserstoffproduktivitäten (Öl- oder Gasanreicherung) der kretazischen Reservoirsysteme des Abu Gharadig Beckens scheinen hinsichtlich der Migration, der Fallenstrukturen sowie destruktiver Prozesse nach der Ablagerung aufzutreten. Querstörungen dichten häufig die begrenzten Fallenstrukturen effektiv ab. Dies ist auf ihre weiträumigere Struktur und größere Störungsversätze zurückzuführen, die häufig nebeneinander auftauchen und die Reservoire gegen jüngere Sande abgrenzen. Die geochemische- und Versenkungshistorie legen nahe, dass das eingeschlossene Öl und Gas aus tieferen Küchen in das Abu Gharadig Beckens migrierte bzw. natürlichen Ressourcen präkretazischer reifer Muttergesteinen entstammt. Die unterschiedliche Kohlenwasserstoffverteilung in diesem Gebiet kann als Folge rezenter Auflast bzw. Migration auf Grund von Abdichtungseffizienz und Verteilung von Störungen angesehen werden. Weiterhin werden Mehrfachfüllung und -überlauf angenommen. Es ist plausibel, das mehr als eine Interpretationsmöglichkeit die vorhandenen Daten existiert, mit verschiedenen Bedeutungen für die Petroleum Entwicklung. Hinsichtlich dessen war es Ziel dieser Studie, Fehler zu minimieren, obwohl Fehler nicht ausgeschlossen werden können und nahezu unumgänglich sind. Anregungen und Kommentare hinsichtlich dieser und eventuell folgender Studien sind willkommen.

Abu Gharadig basin is a generally complex geological structure composed of pull-apart grabens. It was actively subsiding since the Paleozoic with a downwarp initiated since Carboniferous time and continued throughout the Jurassic and Cretaceous. The strongest downwarp was during the Maastrichtian when a thick Khoman section was deposited. To improve the understanding of the geodynamic evolution and the hydrocarbon potential of Abu Gharadig basin the aim of this work was to provide a better coverage of generation, migration, and accumulation of hydrocarbons and multivariable processes that occur during the long basin history by the application of Petroleum System Modeling. Applying basin modeling makes it possible to evaluate the four dimensional controls on source, reservoir and seal rock distribution, the master tectonic mechanisms, as well as source rock maturation, migration and trap formation. Petroleum potential therefore is influenced not only by the complex distribution of source, seal and reservoir rocks, but also by the effects of burial, uplift and erosion, which all undergo rapid variations in time and space. The integration of the well logging interpretation with the available geochemical data of the sedimentary units led to the construction of 1D and 2D basin models to evaluate the thermal history of the sedimentary sequence. With the results of the 1D basin modeling, a zone favorable for the generation of hydrocarbon from proposed source rocks was defined based on the deposition and the thickness of the overburden rocks and the timing of the generation and migration of the generated hydrocarbons. Additionally, 1D basin modeling was mainly applied for the estimation of the generated and expelled amounts of petroleum, while the reservoir characterization was done with a detailed interpretation of well logging data using software called “Interactive Petrophysics”. The evaluation of the results of vitrinite reflectance measurements for different wells in the basin was performed to obtain calibration data for 1D basin modeling. In this context, the influence of temperature on organic matter had to be evaluated. Maturity data also allowed calculating paleo-temperatures for the time of maximum burial or maximum temperatures. Thus, the amount of erosion was achieved. A heat flow history was assumed with high heat flows occurring during Late Jurassic-Early Cretaceous times in conjunction with the rifting taking place at this time. In all 1D models, the present-day heat flow is in accordance with temperature data and corrected bottom hole temperatures from wells investigated. Best accordance between measured and calculated present-day temperatures was achieved with present-day heat flows in the range of 43-49 mW/m2. Lowest present-day heat flow values were modeled for BED 3-3 well (due to rapid sedimentation or deep-seated basement) and highest values for well BED 2-1 well (the basement at shallower depth). The results of the 1D simulations show the differences in burial, thermal and maturity history for the principle tectonic events. Much of the oil generated by source rocks never reaches a reservoir. It remains disseminated throughout the source rock matrix, and is dispersed along secondary migration pathways. The small reserves are probably a reflection of limited trap volume as well as inefficient migration focusing. Small fields are presumably a result of post-charge tilting and spillage from once larger accumulations. The reservoirs based on well-calibrated 1D model experienced more than 80°C since Late Cretaceous time that retreated the biodegradation effect and suggests a thermodynamically stable crude oil without any possibility to secondary cracking gas generation. There is no indication of bacterial degradation, as shown in the n-alkane distribution diagram and the thermal history of the reservoir intervals. The timing and location of the generation and expulsion of hydrocarbons was directly controlled by the resulting thermal history, while the subsequent migration and accumulation of hydrocarbons and mineral-bearing fluids was significantly influenced by the structural history. Differences in hydrocarbon phase (oil and gas accumulation) productivity in Cretaceous-reservoired petroleum systems of the Abu Gharadig Basin appear to be related to migration and entrapment style and post-charge destructive processes. Across-fault seals often limit trapping effectiveness, because of higher-amplitude structures and greater fault displacements with more frequent across-fault juxtaposition of reservoir against younger sands. However, geochemical and burial history considerations indicate that the oil and gas trapped must be migrated from the deeper kitchen in the Abu Gharadig Basin or resourced from a pre-Cretaceous mature source rock. Therefore, the different hydrocarbon phase distribution in the area is explained as result of recent charge or migration due to seal efficiency and fault juxtaposition. In addition, multi fill and spill suggested as well. Normally, more than one interpretation fits the observable data, each with different implications for petroleum plays. Although every attempt was made to minimize errors, it is perhaps inevitable that errors were made and not detected. In this regard, if the reader should detect such errors, the researcher would be greatly indebted if these brought to his attention, so that they may be subsequently corrected. Similarly, any suggestion in the type and mode of coverage of the materials would be greatly appreciated for future research. Suggestions and comments from those who might use this research for that purpose are certainly welcomed

Fulltext:
Download fulltext PDF

Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
English

Externe Identnummern
HBZ: HT015795578

Interne Identnummern
RWTH-CONV-113041
Datensatz-ID: 50498

Beteiligte Länder
Germany

 GO


OpenAccess

QR Code for this record

The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Faculty of Georesources and Materials Engineering (Fac.5) > Division of Earth Sciences and Geography
Publication server / Open Access
Public records
Publications database
532410
530000

 Record created 2013-01-25, last modified 2026-06-18


Fulltext:
Download fulltext PDF
Rate this document:

Rate this document:
1
2
3
 
(Not yet reviewed)