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Intelligenz, Persönlichkeit und die mediierende Wirkung von Itembearbeitungszeiten = Intelligence, Personality and the Mediating Effect of Item Response Latencies



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Tobias Dörfler

ImpressumAachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University 2007

UmfangIII, 188 S. : graph. Darst.


Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2007


Genehmigende Fakultät
Fak07

Hauptberichter/Gutachter


Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2007-02-16

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-18390
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/61708/files/Doerfler_Tobias.pdf

Einrichtungen

  1. Lehrstuhl und Institut für Psychologie (721310)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Psychologie (frei) ; Intelligenz (frei) ; Intelligenzdiagnostik (frei) ; Extraversion (frei) ; Testangst (frei) ; Response-Zeit (frei) ; intelligence (frei) ; extraversion (frei) ; test anxiety (frei) ; response latency (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 150

Kurzfassung
Auf der Suche nach geeigneten Parametern zur Beschreibung menschlicher Persönlichkeitseigenschaften und intellektueller Fähigkeiten werden Status- und Prozessparameter in einem deutlichen Missverhältnis zu Gunsten der Statusmessung genutzt. Dabei wird der potentielle diagnostische Wert der bei der Statusmessung anfallenden Bearbeitungszeiten verschenkt. Die vorliegende Arbeit integrierte erstmals die Statusanalyse und die Bewertung von Bearbeitungszeiten unterschiedlich komplexer kognitiver Anforderungen zur Beschreibung von menschlichen Eigenschaften und intellektuellen Fähigkeiten. Die seit langem untersuchten Überlappungen zwischen Persönlichkeitseigenschaften und Intelligenz im Sinne einer Statusmessung bildeten dabei einen wesentlichen Ausgangspunkt der Analysen (Ackerman & Heggestadt, 1997). Als Prozessparameter fungierten neben traditionellen Elementarkognitiven Aufgaben die individuellen Latenzzeiten aus der Bearbeitung figuraler Denkaufgaben. Dabei war es das Ziel der vorliegenden Arbeit, die Bedeutung von Persönlichkeitseigenschaften für differentielle Latenzzeiteffekte in Leistungstests in der Überzeugung zu ergründen, dass dadurch neue, über die reine Testleistung hinausgehende Informationen erschlossen werden können. Zu diesem Zweck wurden an einer Gruppe von 101 jungen Erwachsenen verschiedene Persönlichkeitsmerkmale und die psychometrisch erfassbare Intelligenz erhoben. Die Latenzzeiten erscheinen in der vorliegenden Untersuchung als wertvolles Diagnostikum zur Beschreibung intellektueller Fähigkeiten, ein Potential, welches bislang ungenutzt blieb. Es konnte zudem einen wesentlichen Beitrag zur Integration der derzeit wenig beachteten Latenzzeiten in das Gesamtsystem bisher genutzter Testkennwerte aus Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Intelligenz und Persönlichkeitseigenschaften geleistet werden, was der diagnostischen Relevanz der Latenzzeiten zukünftig mehr Beachtung zukommen lassen sollte. Dazu kann festgehalten werden, dass den Latenzzeiten eine über die reine Testperformanz hinausgehende inkrementelle Validität beigemessen werde kann, deren diagnostischer Nutzen und Implikationen für die Praxis in den kommenden Jahren weiter untersucht werden sollten, um auf diese Weise die Güte des diagnostischen Prozesses substantiell weiter steigern zu können. Dabei mediieren Latenzzeiten im Intelligenztest den Zusammenhang von Extraversion und Zustandsangst zur Intelligenz. Die Ausprägung hoher Extraversion sowie hoher Zustandsangst kovariiert maßgeblich mit einem zügigen und damit oberflächlichen Arbeitsstil. Die Zusammenhänge zwischen Extraversion und Intelligenz als auch zwischen Zustandsangst und Intelligenz müssen daher um die Beachtung der zugrunde liegenden Bearbeitungszeiten im Powertest erweitert werden. Geschieht dies nicht in ausreichendem Maße, können extravertierte und/oder testängstliche Personen leicht hinsichtlich ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit unterschätzt werden. Zur weiteren Abklärung der erhaltenen Befunde wird ein experimentelles Vorgehen erörtert, welches dazu beitragen würde, die gewonnenen Erkenntnisse einerseits abzusichern und andererseits neue Ansätze für die Erforschung des Zeitverhaltens von Personen zu generieren.

Assessment of cognitive abilities is normally based on performance on intelligence test items only. With the increasing use of computer based testing, psychological research becomes more and more interested in the meaning of response latencies in various test settings as a process oriented measure of personality. The investigation of timing behavior has a long tradition and people’s intellectual ability is one widely examined predictor of these response time differences. Unclear, however, is the association of basic personality dimensions to timing behavior and the corresponding cognitive ability. The aim of the present study was to analyze the influence of basic personality dimensions on individual timing behavior. Therefore, reasoning ability, timing behavior in the used intelligence test and a detailed personality profile of 101 German high school and university students (70 females) aged from 16 to 53 years were administered in a computer-based testing environment. Raven’s Advanced Progressive Matrices were given as a power test, i.e. there was no default time limit. Results indicate that response latencies – as a new psychological parameter – could be embedded into the complex consisting of mental speed, intelligence and personality. It is shown that the correlations between extraversion and intelligence as well as state-anxiety and intelligence are to a substantial amount mediated by timing behavior of the tested person. Both, extraverted and state-anxious individuals are characterized by a rapid and superficial working style, which decreases their performance in a challenging cognitive ability test. Due to these findings the competency of high anxious or high extraverted individuals might be underestimated if only performance is recorded. Response latencies are declared as a useful indicator for enhancing the quality of psychological tests. For further clarifications of the gained results an experimental design is discussed, which would support the conclusions drawn within this cross-sectional approach on the one hand, and help to generate new approaches for the research on individual timing behavior on the other hand.

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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online, print

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT015040621

Interne Identnummern
RWTH-CONV-123343
Datensatz-ID: 61708

Beteiligte Länder
Germany

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The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Faculty of Arts and Humanities (Fac.7)
Publication server / Open Access
Public records
Publications database
721310

 Record created 2013-01-28, last modified 2022-04-22


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