2008
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2008
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2008-09-01
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-25259
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/50326/files/Ehrenstein_Philipp.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Leistenhernie (Genormte SW) ; Lokalanästhesie (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Shouldice (frei) ; Ropivacain (frei) ; Mepivacain (frei) ; postoperatives Schmerzprofil (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Wir haben den Wirkstoff Ropivacain im Rahmen einer prospektiven, randomisierten Doppelblindstudie mit dem bislang von uns verwendeten Wirkstoff Mepivacain verglichen. Beide Präparate sind Lokalanästhetika vom Amid-Typ. Sie weisen somit eine vergleichbare Wirkweise bei unterschiedlicher Pharmakodynamik auf. Es wurde bei 100 konsekutiven Patienten der Einfluss beider Lokalanästhetika auf den postoperativen Verlauf untersucht. Hierbei legten wir ein Hauptaugenmerk auf das postoperative Schmerzprofil, die Begleitmedikation und die Nebenwirkungen. Es zeigte sich nach Verwendung von Ropivacain 0,75% zur Lokalanästhesie bei der Operation primärer Leistenhernien am Operationstag ein deutlich niedrigeres postoperatives Schmerzniveau als nach Gabe von Mepivacain 1%. Dies ließ sich in der geringeren subjektiven Schmerzempfindung in Ruhe und unter Belastung, in der niedrigeren psychischen Belastung durch die Schmerzen, in der niedrigeren somatischen Beeinträchtigung durch den Schmerz, im niedrigeren Schmerzmittelbedarf, in der erleichterten Mobilisation und in der geringer ausgeprägten Beeinträchtigung der Lungenfunktion nachweisen. Ein signifikanter Unterschied bei den Nebenwirkungen, wie zentralnervöse Reaktionen, hämodynamische Reaktionen und allergische Reaktionen, konnten nicht beobachtet werden. In der Literatur wird für das Ropivacain eine deutlich größere therapeutische Breite im Vergleich zum Mepivacain beschrieben. Durch die Verwendung von Ropivacain 0,75% kann eine weitere Steigerung des Patientenkomforts durch stärkere und längere Analgesie erreicht werden.BACKGROUND: To optimise the satisfaction of patients after repair of primary inguinal hernias under local anaesthesia, we analysed the analgetic power of Ropivacain in the postoperative period. MATERIAL AND METHODS: One hundred consecutive patients underwent repair under local anaesthesia with the same volume of 0.75% Ropivacain or 1% Mepivacain in a randomised and blinded manner. Postoperative pain analysis was carried out in all patients. RESULTS: Subjective pain levels at rest and under stress as well as impairment by pain were found to be significantly lower in the Ropivacain group at the day of operation. Decrease in vital capacity and peak flow showed similar results. The postoperative amount of analgesics and time of mobilisation showed a positive influence by the use of Ropivacain. CONCLUSION: Ropivacain reduces postoperative pain levels after hernia repair. This leads to increased comfort for patients, without elevated perioperative risk.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT015700898
Interne Identnummern
RWTH-CONV-112875
Datensatz-ID: 50326
Beteiligte Länder
Germany
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