2009
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2009
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2009-07-08
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-29180
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/51230/files/Stoppe_Christian.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Procalcitonin (Genormte SW) ; Interleukin 6 (Genormte SW) ; Tumor-Nekrose-Faktor <alpha> (Genormte SW) ; C-reaktives Protein (Genormte SW) ; Cytokine (Genormte SW) ; Medizin (frei) ; Herzkreislaufstillstand (frei) ; milde therapeutische Hypothermie (frei) ; cardiac arrest (frei) ; mild therapeutic hypothermia (frei) ; cytokines (frei) ; C-reaktive protein (frei) ; procalcitonin (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
HINTERGRUND: Patienten nach einer erfolgreichen Reanimation durchlaufen eine systemische Immunantwort, dessen Muster dem Bild einer manifesten Sepsis gleicht. Voran gehende Studien zeigten bereits kurz nach erfolgreicher Reanimation eine deutliche Korrelation zwischen erhöhten Zytokinwerten im Serum und einem Anstieg der Morbidität und Mortalität. Das primäre Ziel dieser Arbeit war, die Serumspiegel von Procalcitonin (PCT), C-reaktivem Protein (CRP), Interleukin 6 (IL-6) und Tumor Nekrose Faktor-alpha (TNF-alpha) bei Patienten nach erfolgreicher Reanimation im zeitlichen Verlauf zu untersuchen und den Einfluss der MTH auf diese Parameter zu analysieren.METHODIK: Insgesamt wurden 71 Patienten eingeschlossen, die einen präklinischen Herzkreislaufstillstand erlitten und erfolgreich reanimiert wurden. Die Patienten wurden anschließend in eine Gruppe mit und ohne MTH Behandlung eingeteilt, wobei die Entscheidung zur Hypothermiebehandlung bei den jeweils behandelnden Fachabteilungen der teilnehmenden Krankenhäuer lag. Die Blutentnahmen und Dokumentation wichtiger klinischer Daten erfolgten bei Krankenhausaufnahme, 6h, 24h und 120h. Anschließend wurden die Serumwerte von IL-6, TNF- alpha, CRP und PCT bestimmt und miteinander verglichen. Die Bestimmung des neurologischen Outcomes der Patienten erfolgte am 14.Tag nach Reanimation mittels “Cerebral Performance Categories” (CPC), anhand derer die Patienten in eine Gruppe mit gutem und eine Gruppe mit schlechtem neurologischen Outcome aufgeteilt wurden.ERGEBNISSE UND RESULTATE: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie demonstrieren unabhängig vom neurologischen Outcome einen deutlichen Anstieg der IL-6 Serumwerte in der Patientengruppe mit MTH. Darüber hinaus zeigten die Patienten in der Hypothermiegruppe eine signifikant erhöhte Infektionsrate (64.1 vs. 12.5% mit p<0.001) und einen deutlich erhöhten Katecholaminbedarf. Interessanterweise zeigte sich kein signifikant besseres neurologisches Ergebnis in der Patientengruppe mit MTH nach Reanimation. Demgegenüber fand sich jedoch eine deutliche Reduktion der Mortalität in der Hypothermiegruppe. Unabhängig von dem Vorliegen einer Infektion konnten erhöhte PCT-Werte als Prädiktor für ein schlechtes neurologisches Outcome identifiziert werden und zeigten besonders nach 24h hohen Vorhersagewert für ein schlechtes neurologisches Outcome in beiden Gruppen (Sensitivität: 81.5%; Spezifizität: 82.1%; AUC 0,89). ZUSAMMENFASSUNG: Aus den Ergebnissen der vorliegenden Studie lässt sich zusammenfassen, dass die milde therapeutische Hypothermie nach Reanimation zu einem Anstieg der Infektionsrate führt, ohne jedoch die Mortalität oder das neurologische Outcome der Patienten zu beeinflussen. Darüber hinaus zeigte sich, dass die milde therapeutische Hypothermie sich nur zu geringem Maße auf Ebene der inflammatorischen Marker nachweisen lässt und daher keine ausreichende Erklärung für die positiven Effekte einer Hypothermiebehandlung liefert. Weitere Studien werden benötigt, um die sich unter Hypothermiebehandlung abspielenden Prozesse weiter zu analysieren.BACKGROUND: Patients after successful cardiopulmonary resuscitation (CPR) from out-of-hospital cardiac arrest (OHCA) exhibit a systemic inflammatory response. Although animal studies document conflicting data on the influence of hypothermia on cytokine release in various settings, no data exist if hypothermia affects the inflammatory response after successful cardiopulmonary resuscitation. MATERIALS AND METHODS: Arrest- and treatment-related variables of 71 patients were documented and serum samples were analyzed for levels of interleukin 6, tumor necrosis factor-alpha, C-reactive protein, and procalcitonin immediately after hospital admission and after 6, 24, and 120 hours. At day 14 neurological outcome was performed using the cerebral performance categories (CPC) and patients were dichotomized in those with good and bad neurological outcome. RESULTS: Regardless of outcomes, interleukin 6 levels were significantly elevated by the use of hypothermia (n = 39). The rate of bacterial colonization was significantly higher in hypothermic patients (64.1 vs 12.5%; P b .001). On the contrary, procalcitonin levels were, independent of the use of hypothermia, only significantly elevated in patients with bad neurological outcome. Hypothermic patients showed a strong trend to reduced mortality. However, there was no influence on neurological recovery. CONCLUSIONS: In this observational study, hypothermia leads to a higher rate of bacterial colonization without altering ultimate neurologic recovery. MTH influenced the inflammatory response after cardiopulmonary resuscitation. The pattern of immunological response was irregular and unexpected so that further studies are warranted to elucidated the benefit of MTH.
Fulltext:
PDF
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
English
Externe Identnummern
HBZ: HT016048662
Interne Identnummern
RWTH-CONV-113542
Datensatz-ID: 51230
Beteiligte Länder
Germany
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