2002
Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2002
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2002-07-19
Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-4478
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/57213/files/Schneider_Carolin.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Medizin (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Die vorliegende Arbeit untersuchte retrospektiv die Demoskopie der Verbrennungsverletzungen von Kindern, die im Klinikum Aachen in dem Zeitraum von 1987 bis 1998 behandelt wurden. Zusätzlich wurden unter diesen Kindern bei allen Kindern mit einem Verbrennungsausmaß von >=10% verbrannter Körperoberfläche eine klinische Untersuchung im Hinblick auf die Narbenentwicklung sowie auf die psychologische Entwicklung durchgeführt. Verbrennungen sind bei Kindern die dritthäufigste Ursache von unfallbedingten Todesfällen. Neben der medizinischen Behandlung sind die Aufklärung und Durchführung von Präventionsmaßnahmen von größter Bedeutung. Anhand der epidemiologischen Studie wurden häufig auftretende Verbrennungsprofile und Verbrennungsmechanismen deutlich, mittels derer Maßnahmen für Kinder, Eltern und Erwachsene zur Unfallprävention aufgestellt werden konnten. Anhand des Vancouver Scar Scales wurden die Narben nach einem schweren kindlichen Verbrennungsunfall untersucht und Faktoren mit Einfluß auf die Narbenentwicklung ermittelt. Insgesamt wird eine schlechtere Narbenentwicklung bei zum Zeitpunkt des Unfalls älteren Kindern, bei drittgradigen Verbrennungen sowie an gelenknahen Regionen beobachtet. Mittels psychologischer Fragebögen untersuchten wir die psychische Belastung der schwerbrandverletzten Kinder mit dem Ziel, verbrennungsspezifische und psychosoziale Faktoren mit Einfluß auf die psychische Entwicklung zu identifizieren. Dank der medizinischen Fortschritte werden heute hohe Überlebenschancen selbst nach schwersten Verbrennungsunfällen erreicht. In Anbetracht der teilweise sehr stark entstellenden und funktionell einschränkenden Behandlungsergebnisse stellte sich vor Beginn der Studie die Frage, ob die medizinischen Errungenschaften daher ethisch und moralisch zu vertreten sind. Wir konnten zeigen, daß sich der psychologische Status der Kinder selbst nach schweren Verbrennungsverletzungen in den überwiegenden Fällen nicht negativ entwickelt. Vereinzelt konnten wir jedoch feststellen, daß bei Kindern psychische Auffälligkeiten und Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen zu identifizieren sind, so daß ein psychologisches Monitoring selbst Jahre nach dem Unfall dringend erforderlich ist.This study examines the demographic and epidemiological data of burn injuries of children treated from 1987 till 1998 in the burn centre Aachen. In addition, the scars and the psychological adjustment in children after a severe burn injury (>=10% TBSA = total burn surface area) were investigated. Approximately 30-40% of all burn injuries happen to children. Burns are the second reason of accidental death in children under the age of 4 and the third for older children. Although the expertise of burn care has increased, one of the most important aspects in the treatment of burn injuries is the prevention of these accidents. Our epidemiological study provides necessary information for strategies to prevent childhood burn accidents by identifying the typical burn victim and the predisposing factors of burn injuries. By means of the Vancouver Scar Scale we examined the scars and the correlating predictors of scar formation after a severe pediatric burn injury. Older children at point of the injury, full thickness burn injuries and injuries in the near of articulations have a tendency to scars with worse dimension. The psychological adjustment of the children suffering a severe burn injury with >=10% TBSA was also examined by means of psychological questionnaires. The aim was to identify predictors influencing the psychological outcome according to burn related and psychosocial variables. At the beginning of the study we assumed that the children surviving a severe burn injury suffer of psychological problems. Fortunately, we found out that the children do not suffer from psychological disorders and that their life is worth living. Nevertheless, we picked out some children with posttraumatic disorders and a worse psychological adjustment. This emphasises the need for continuous follow-up examinations even years after a burn injury.
Fulltext:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online, print
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT013589925
Interne Identnummern
RWTH-CONV-119271
Datensatz-ID: 57213
Beteiligte Länder
Germany
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