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Führungskommunikation in lean-orientierten Unternehmen : zum Verhältnis von Theorie und Praxis - eine kommunikationswissenschaftliche Studie = Leadership communication in lean-oriented companies



VerantwortlichkeitsangabeKirstin Marso-Walbeck

Ausgabe1. Auflage

ImpressumAachen : Apprimus Verlag 2018

Umfang163

ISBN978-3-86359-656-9

ReiheEdition Wissenschaft Apprimus


Dissertation, RWTH Aachen University, 2018

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University


Genehmigende Fakultät
Fak07

Hauptberichter/Gutachter
;

Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2018-07-04

Online
DOI: 10.18154/RWTH-2018-227656
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/731699/files/731699.pdf
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/731699/files/731699.pdf?subformat=pdfa

Einrichtungen

  1. Lehr- und Forschungsgebiet Textlinguistik und Technikkommunikation (792020)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Führung (frei) ; Führungskommunikation (frei) ; Kommunikation (frei) ; Lean Management (frei) ; Unternehmen (frei) ; Wertschöpfung (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 100

Kurzfassung
Zum Verhältnis von Theorie und Praxis - eine kommunikationswissenschaftliche Studien der Sprach- und Kommunikationswissenschaft finden sich zahlreiche Ansätze für die Erfassung, Analyse und Beschreibung verschiedener Bereiche der internen und externen Unternehmenskommunikation. Die Entwicklung von Konzepten, Modellen und Empfehlungen stützt sich zum Teil auf authentische Daten, die in der betrieblichen Praxis erhoben wurden. Die Erhebung derartiger Daten ist häufig schwierig, da viele Unternehmen fürchten, dass die Erhebung Arbeitsabläufe vor Ort stört und/oder ungern „Realdaten“ laufender Prozesse preisgeben. Dies gilt in besonderem Maße für die Kommunikation von Führungskräften. Deshalb birgt die Forschungslage zu diesem Teilbereich noch Potenziale, die diese Dissertation in einem Ausschnitt darzustellen versucht. Kommunikation bestimmt den Arbeitsalltag von Führungskräften - wie Spranz-Fogasy (2002, 225f.) exemplarisch gezeigt hat - und ist als hochgradig interaktiver Prozess sich schnell ändernder Partner, Themen, Situationen und Medien beschreibbar. Befragt man Manager zu ihrem kommunikativen Verhalten, so zeigt sich, dass sie dezidierte Annahmen zu ihrer Kommunikationsarbeit wie auch zu damit verbundenen Problemen und Potenzialen haben. Das vorliegende Dissertationsprojekt setzt an eben diesem Punkt an. Gegenstand der Untersuchung ist das kommunikative Verhalten von Führungskräften in Unternehmen. Der Betrachtungsraum wird auf Führungskräfte in lean-orientierten Unternehmen begrenzt. Die Entscheidung beruht darauf, dass zu den Grundannahmen des Lean Management-Ansatzes, einem ingenieurwissenschaftlich-basierten Unternehmensführungsmodell, das Konzept intensiver Kommunikation gehört. Der Lean Management-Ansatz gründet auf Organisationsformen, die in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts in der japanischen Industrie mit großem Erfolg entwickelt wurden. Er wurde im Wesentlichen in Studien von James P. Womack, Daniel T. Jones und Daniel Roos beschrieben und (weiter-)entwickelt und bestimmt in seinen Grundsätzen und Methoden bis heute die Organisation von Produktion und Arbeit in vielen Produktionsbetrieben in Asien, den USA und Europa. Kommunikation wird in der ingenieurwissenschaftlichen Literatur als ein wichtiges Führungsinstrument von Führungskräften lean-orientierter Unternehmen beschrieben (Womack et al. 1991). Vergleicht man Theorie und Praxis lean-orientierten kommunikativen Handelns, zeigt sich - so eine der Ausgangsthesen dieser Arbeit -, dass bei Führungskräften ein explizites Bewusstsein für die Rolle der Kommunikation im Ansatz fehlt. Ursachen dafür werden u.a. in kulturbedingten Aspekten der Konzept-Anwendung vermutet. So wird angenommen, dass der ursprünglich amerikanisch bzw. japanisch geprägte Lean Management-Ansatz ein Rollenverständnis von Führungskräften sowie ein kommunikatives Anforderungsprofil voraussetzt, das sich nur in Teilen mit dem europäischer, insbesondere deutscher Manager deckt. Dies umfasst u.a. Vorstellungen und kommunikative Praxen der Einbindung von Mitarbeitern des Unternehmens. Andere Ursachen werden darin gesehen, dass die Lean Management-Literatur Kommunikation als wesentliches Mittel der Zielerreichung mehr oder weniger impliziert, Funktionen kommunikativen Handelns und das Wie der Umsetzung, d.h. die Art und Weise sprachlichen Handelns, jedoch weitgehend außen vorlässt. Dies überrascht insofern nicht, als die Lean Management-Literatur wesentlich durch ingenieur-wissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Sichten geprägt ist. Zunächst werden sprach- und kommunikationswissenschaftliche Ansätze zur Unternehmens-kommunikation betrachtet und die wesentlichen Aspekte für die Arbeit herausgestellt. Darüber hinaus werden die Grundzüge des Lean Management-Ansatzes und seine kommunikativen Prinzipien vorgestellt. In der vorliegenden Arbeit erfolgt die Rekonstruktion von Vorstellungen zur Rolle von Kommunikation im Lean Management-Ansatz konsequent aus der Sicht der Betroffenen auf kommunikative Anteile von Führungsaufgaben sowie Anforderungen, die diese Anteile rahmen und sich mit kommunikativen Lean Management-Prinzipien begründen lassen. Methodisch stützt sich die Dissertation auf eine Befragung von sechs Führungskräften aus lean-orientierten Unternehmen der produzierenden Industrie. Die Erhebung fokussiert folgende erkenntnisleitende Fragen: Wie gestaltet sich die Kommunikation von Führungskräften in lean-orientierten Unternehmen? Welche Ansätze und Modelle liefert die linguistische Forschung im Bereich Unternehmenskommunikation? Wie wird Kommunikation und kommunikatives Handeln von Führungskräften im Lean Management-Ansatz dargestellt? Welchen Anteil hat Kommunikation im Alltag und der Aufgabenbewältigung von Führungskräften in lean-orientierten Unternehmen und wie stellt sich dieser dar? Welche kommunikativen Prinzipien des Lean Management-Ansatzes sind Führungskräften in lean-orientierten Unternehmen bekannt und wie werden sie eingesetzt? Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle und Bedeutung von Kommunikation für die oben genannte Zielgruppe datenbasiert zu untersuchen, aus den Ergebnissen Handlungsbedarf für die Forschung, in Unternehmen und für Führungskräftetrainings abzuleiten und damit einen kommunikationswissenschaftlich fundierten Beitrag zu dem im Kern ingenieurwissenschaftlichen Ansatz des Lean Managements zu leisten. Dieser Beitrag fokussiert sich darauf, Facetten, Merkmale und Kriterien zur Formulierung eines Lean Communication-Ansatzes aufzuzeigen, der die aktuelle Forschung und Diskussion ergänzt. Literatur: Spranz-Fogasy, Thomas (2002): „Was macht der Chef? - Der kommunikative Alltagvon Führungskräften in der Wirtschaft". In: Becker-Mrotzek, Michael/Fiehler, Reinhard (Hrsg.): Unternehmenskommunikation. Tübingen: Narr.209-230.Womack, James P./ Jones, Daniel T./ Roos, Daniel (1991): Die zweite Revolution in der Autoindustrie. Konsequenzen aus der weltweiten Studie des Massachusetts Institute of Technology. Frankfurt am Main: Campus Verlag.

On the relationship between theory and practice - a communication studies surveyIn linguistics and communication studies there are numerous approaches for the collection, analysis and description of different areas of internal and external corporate communications. The development of concepts, models and recommendations is partly based on authentic data collected in operational practice. The collection of such data is often difficult, because many companies fear that the survey will interfere with internal workflows and / or they are reluctant to reveal “real data” of running processes. This applies especially to leadership communication. Therefore, the research situation in this subarea still offers potential, which this dissertation attempts to present in excerpts. Communication determines the work routine of executives - as Spranz-Fogasy (2002, 225f.) has shown exemplary - and can be described as a highly interactive process of rapidly changing partners, topics, situations and media. Asking executives about their communication behavior shows that they have firm assumptions of their communication work as well as related problems and potentials. The present dissertation project starts at this particular point. Object of investigation is the communicative behavior of executives in companies. The field of observation is limited to lean-oriented organisations. The decision is based on the fact that the concept of intensive communication is one of the basic assumptions of the lean management approach - an engineering based leadership model. The lean management approach rests on organisational forms that have been developed with great success in Japanese industry in the 1950s. The approach was basically described and developed in studies of James P. Womack, Daniel T. Jones and Daniel Roos and its principles and methods determine to this day the organisation of production and work in many manufacturing plants in Asia, the United States and Europe. In the literature of engineering science communication is described as an important management tool of executives of lean-oriented companies (Womack et al. 1991). Comparing theory and practice of lean-oriented communicative action reveals that executives lack an explicit awareness of the role of communication in their approach - that is one of the initial theses of this work. Causes of this are assumed amongst others in culture-bound aspects of the concept application. Thus, it is supposed that the originally American respectively Japanese coined lean management approach premises a role perception of executives as well as a communicative requirement profile, which coincides only in parts with the one of European, especially German, managers. This includes amongst others ideas and communicative practices of involving the employees of the company. Other causes are seen in the fact that the lean management literature more or less implies communication as an essential means of achieving goals, but largely ignores the functions of communicative action and the way of implementing them, that is the manner of linguistic action. This is not surprising insofar as the lean management literature is essentially characterised by engineering and economic points of view. First of all linguistic and communication science approaches to corporate communications are considered and the essential aspects for the work are exposed. In addition, the main features of the lean management approach and its communicative principles are presented. In the present work, the reconstruction of ideas about the role of communication in the lean management approach is consistently carried out from the point of view of the involved persons on communicative parts of management tasks as well as on requirements which frame these parts and can be justified with communicative lean management principles.Methodically, the dissertation is based on a survey of six executives from lean-oriented companies in the manufacturing industry. The investigation focuses on the following leading questions: How is communication of executives in lean-oriented companies designed? Which approaches and models does linguistic research provide in the area of corporate communications? How is communication and communicative action of executives presented in the lean management approach? Which share does communication take in everyday life and in the accomplishment of management tasks in lean-oriented companies and how does this look like? Which communicative principles of the lean management approach are known by executives in lean-oriented companies and how do they use them? The aim of this work is to analyse the role and importance of communication for the above named target group on a data basis, to deduce from the results a need for action for research, in companies and for executive training and thus provide a communication science based contribution to the engineering-based approach of lean management. This contribution focuses on demonstrating facets, features and criteria for the formulation of a lean management approach, which complements current research and discussion. Literature: Spranz-Fogasy, Thomas (2002): „Was macht der Chef? - Der kommunikative Alltag von Führungskräften in der Wirtschaft". In: Becker-Mrotzek, Michael/Fiehler, Reinhard (Hrsg.): Unternehmenskommunikation. Tübingen: Narr.209-230.Womack, James P./ Jones, Daniel T./ Roos, Daniel (1991): Die zweite Revolution in der Autoindustrie. Konsequenzen aus der weltweiten Studie des Massachusetts Institute of Technology. Frankfurt am Main: Campus Verlag.

OpenAccess:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis/Book

Format
online, print

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT019831839

Interne Identnummern
RWTH-2018-227656
Datensatz-ID: 731699

Beteiligte Länder
Germany

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The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Document types > Books > Books
Faculty of Arts and Humanities (Fac.7)
Publication server / Open Access
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Publications database
792020

 Record created 2018-09-05, last modified 2023-04-08