2018 & 2019
Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2018
Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University 2019
Genehmigende Fakultät
Fak10
Hauptberichter/Gutachter
;
Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2018-11-26
Online
DOI: 10.18154/RWTH-2019-01725
URL: http://publications.rwth-aachen.de/record/755272/files/755272.pdf
Einrichtungen
Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Archiv Deutsche Medizinstudierendenschaft (frei) ; Arzt im Praktikum (frei) ; Praktisches Jahr (frei) ; Prüfungen (frei) ; Studierendenbewegung (frei)
Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610
Kurzfassung
Die vorliegende Dissertation analysiert anhand der exemplarisch ausgewählten Themen „Praktisches Jahr“, „Prüfungen“ und „Arzt im Praktikum“, wie sich die Positionen der Medizinstudierenden zwischen 1989 und 2012 verändert haben, welche Umsetzungsstrategien und Diskurskoalitionen sie gewählt haben und inwieweit es der Studierendenschaft bezüglich dieser Themenfelder gelungen ist, Einfluss auf die ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) zu nehmen. Um diese Analyse systematisch und möglichst umfassend vornehmen zu können, wurde nach umfangreicher Materialrecherche das Archiv Deutsche Medizinstudierendenschaft gegründet. Voraussetzung dafür war die eigens hierfür entwickelte Archivierungssystematik. Zur formalen Strukturierung der Archivalien wurden deduktiv Kategorien entwickelt, die auch quantitative Aussagen über den Dokumentenkorpus erlauben und somit die Grundlage der anschließenden Feinanalyse sind. Die zu untersuchenden Archivalien wurden auf Materialien aus dem Bewegungskontext selbst, also auf Dokumente in Autorenschaft der nationalen Medizinstudierendenvertretung begrenzt. Das System zur Feinanalyse wurde sodann basierend auf den Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring und der wissenssoziologischen Diskursanalyse nach Reiner Keller entwickelt. Zur Beantwortung der Fragstellung wurden inhaltsanalytische Kategorien deduktiv entwickelt und im Analyseprozess induktiv angepasst. Als Ergebnis der Untersuchung ließ sich feststellen, dass den Studierenden dann eine Einflussnahme möglich war, wenn der studentische Diskurs in einer vergleichsweise breiten Öffentlichkeit stattfand und mit einer prägnanten studentischen Positionierung sowie bestenfalls auch mit Diskurskoalitionen mit anderen Interessensvertretern verbunden war. Einschränkend muss konstatiert werden, dass der studentische Diskurs oftmals erst mit großer Latenz wirksam wurde, was eine klare Beurteilung und Einordnung erschwert. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die entwickelte Methodik zur Beantwortung der Fragestellung geeignet ist und mit Rückgriff auf das etablierte Archiv die Untersuchung des studentischen Diskurses zu bestimmten Aspekten der medizinischen Ausbildung ermöglicht.Taking the fields of "Practical Year", "Examinations" and "Arzt im Praktikum" ("Medical Doctor in Internship") as selected examples, this dissertation analyses how the viewpoints of medical students changed between 1989 and 2012, which implementation strategies and discourse coalitions they chose and the extent to which the student body succeeded in influencing the Ärztliche Approbationsordnung (medical licensure act) in relation to these fields. The Archiv Deutsche Medizinstudierendenschaft (German Medical Student Body Archive) was established after extensive material research in order to enable this analysis to be conducted systematically and as comprehensively as possible. A prerequisite here was the archiving system especially developed for this purpose. Deductive categories which also allow quantitative statements to be made about the corpus of documents were developed in order to formally structure the archival material, thus forming the basis for the subsequent detailed analysis. The archival material to be examined was limited to material from the context of the movement itself, i.e. to documents written by the national representation of medical students. The system for detailed analysis was then developed based on the qualitative content analysis approach according to Philipp Mayring and the sociology of knowledge approach to discourse according to Reiner Keller. Categories of content analysis were developed deductively and adapted inductively in the analysis process in order to answer the research question. The study found that the students were able to exert influence in cases where the student discourse took place in the comparatively broad public sphere and was connected with concise positioning on the students' part as well as, at best, with discourse coalitions with other stakeholders. Nevertheless, it must be stated that the student discourse frequently only became effective with great latency, making clear evaluation and classification difficult. In summary it can be said that the methodology developed is suitable for answering the research question and enables the investigation of the student discourse on certain aspects of medical education by reference to the archive established.
OpenAccess:
PDF
(additional files)
Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis
Format
online
Sprache
German
Externe Identnummern
HBZ: HT019984999
Interne Identnummern
RWTH-2019-01725
Datensatz-ID: 755272
Beteiligte Länder
Germany
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