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Remote sensing derived spatial patterns of glacier mass balance in Tibet = Durch Fernerkundung ermittelte räumliche Muster der Gletschermassenbilanz in Tibet



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von M.A. Marinka Spieß

ImpressumAachen 2016

Umfang1 Online-Ressource (XII, 109 Seiten) : Illustrationen, Diagramme, Karten


Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2016

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University


Genehmigende Fakultät
Fak05

Hauptberichter/Gutachter
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Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2016-06-06

Online
URN: urn:nbn:de:hbz:82-rwth-2016-066176
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/668164/files/668164.pdf
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/668164/files/668164.pdf?subformat=pdfa

Einrichtungen

  1. Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie (551520)
  2. Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie (551610)
  3. Fachgruppe für Geowissenschaften und Geographie (530000)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Tibetan Plateau (frei) ; snow line (frei) ; Purogangri (frei) ; Ulugh Muztagh (frei) ; MODIS (frei) ; COSIMA (frei) ; imaging spectroradiometer (frei) ; remote sensing (frei) ; glacier mass balance (frei) ; ELA (frei) ; HAR (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 550

Kurzfassung
Das Klima hat sich verändert auf dem Tibetischen Plateau. Die Lufttemperatur zeigt seit den 1960ern einen Erwärmungstrend, welcher den Anstieg über Landflächen in gleichen Breitengraden auf der Nordhemisphäre deutlich übersteigt. Der Rückgang von Tibetischen Gletschern im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist bedeutend, da die vergletscherten Gebiete einen wertvollen Süßwasserspeicher darstellen, welcher Grundlage allen Lebens und Wirtschaftens auf dem Plateau ist. Die Vergletscherung und die Schneebedeckung sind außerdem entscheidend für globale Feedbackmechanismen des Klimas.Der Gletscherrückgang wurde in vielen Gebieten des Tibetischen Plateaus belegt, wobei aber regionale Unterschiede bestehen. Durch den schwierigen Zugang zu den entlegenen Regionen sind glaziologische, meteorologische und hydrologische Messdaten größtenteils nicht vorhanden. Dadurch liegen auch nur sehr wenige Gletschermassenbilanzstudien vor. Die Fernerkundung bietet unter diesen Voraussetzungen Ansätze um die Veränderung der Gletscher nachvollziehen zu können.In dieser Arbeit werden das snow product und die Level 1 Radiation Swath Daten des Moderate-resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) genutzt um Schneelinien abzuleiten. Die Schneelinienhöhe am Ende der Ablationsperiode spiegelt die Gleichgewichtslinie (ELA) eines Gletschers wieder. Die Variabilität der jährlichen ELA ist ein wertvoller Proxy für die Variabilität der Massenbilanz. Die Massenbilanzen verschiedener Gletscher in einem Gebiet zeigen oft eine sehr hohe Korrelation in ihrer jährlichen Variabilität, auch wenn die absolute Höhe der Schneelinie auf den einzelnen Gletschern abweichen kann. In dieser Arbeit liegen die drei zuletzt genannten Fakten zugrunde um für unterschiedliche Regionen auf dem Tibetische Plateau tägliche regionale Schneelinienhöhen und interanuelle ELAs abzuleiten. Diese Regionen sind im Einzelnen: die westliche Nyainqêntanglha Kette, drei Regionen in den Bergen des Transhimalayas, das Gurla Mandhata Massiv im westlichen Himalaya, Muztagh Ata im Pamir, Ulugh Muztagh im Kunlun Shan und die Purogangri Eiskappe im zentralen Osten des Plateaus. Die Variabilität der ELAs wird genutzt um Unterschiede in den Gletscherreaktionen auf verschiedenen klimatischen Antrieb zu beleuchten.Die Validierung und der Vergleich der Ergebnisse wurden anhand von Landsat Bildern und einer Modellierung durchgeführt. Die abgeleiteten transienten Schneelinien wurden genutzt um das physikalisch basiertes Energie- und Massenbilanzmodel der Schneebedeckung und Eisoberfläche (COSIMA) zu fitten und Energie- und Massenbilanzkomponenten auf monatlicher Basis abzuleiten. Die hochauflösenden atmosphärischen Modelldaten des High Asia Refined Datensatzes (HAR) wurden genutzt um klimatische Variablen mit der ELA Variabilität zu korrelieren und um das COSIMA Model anzutreiben.Die Ergebnisse zeigen ein räumliches Muster durchschnittlicher ELAs. Die niedrigste ELA liegt im Westwind dominierten Pamir, während die durchschnittliche ELA auf dem Plateau wesentlich höher liegt. Im westlichen Nyainqêntanglha zeigt sich eine Tendenz zu generell ansteigender ELA und zu negativer Massenbilanz im letzten Jahrzehnt. Am Ulugh Muztagh im Kunlun Shan wurden negative Massenbilanzen von 2008 bis 2010 modelliert. Das durch die Fernerkundungsdaten angepasste und mit HAR Daten angetriebene COSIMA ist nützlich für eine Analyse auf monatlicher oder jährlicher Basis. Sublimation wird unter ariden Bedingungen durch steigende Temperaturen begünstigt auch wenn die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen. Die Ergebnisse bestätigen weiter, dass die klimatischen Bedingungen und Einflussfaktoren in den untersuchten Regionen durch das Zusammenspiel von großräumigen Zirkulationen und lokale Faktoren sehr unterschiedlich sind. Verstärkte Westwinde im November verstärken zum Beispiel die Sublimation auf Gletschern im östlichen und östlich-zentralen Plateau. Andererseits sind sie der Antrieb für stärkeren Schneefall im Pamir, was jeweils zu gegensätzlichen Mustern der ELA Variabilität führt. Starke südliche Anströmung im Juli ist in den meisten untersuchten Gebieten mit höheren Temperaturen und einer höheren ELA korreliert. Monsunaler Einfluss ist auffindbar in den Regionen des Transhimalayas und Himalayas zwischen Juni und September. Ein El Niño Event im Frühling (Sommer) ist mit niedrigerer (höherer) ELA im Pamir (westlichen Himalaya) verbunden. Eine positive NAO-Phase im Februar oder März hängt in vielen untersuchten Regionen mit höherer Windgeschwindigkeit und niedrigerer ELA zusammen.Diese Arbeit trägt zu einem detaillierterem Verständnis der räumlich differenzierten Ausprägungen von Gletschern in Tibet bei. Sie dient der Verbesserung des Verständnisses über Gletscher – Atmosphäre Interaktionen und leistet einen Beitrag um die zukünftige Entwicklung der Gletscher besser abschätzen zu können. Entsprechende Ergebnisse sind notwendig für die weitere Forschung zu gletscherbezogener Wasserverfügbarkeit in Tibet.

The climate has changed on the Tibetan Plateau. The air temperature has shown distinct increase since the 1960s, exceeding the increase in other land areas of the same latitudinal position in the Northern Hemisphere. The retreat of Tibetan glaciers in connection with climate change is of interest since the glacierized areas constitute important freshwater resources – which, among others, provide the basis for all livelihoods on the plateau. Furthermore, the glaciation and snow cover of Tibet are crucial to feedback mechanism in the global climate system. Glacier retreat has been documented in many areas of the Tibetan Plateau. Regional differences in glacier change across the Tibetan Plateau are evident. Measured glaciological, meteorological and hydrological data are largely absent due to difficult excess of the remote areas. Only few and spatially dispersed mass balance studies have been conducted to date. Remote sensing presents thus preferable methods in order to monitor Tibetan glacier change. In this thesis the Moderate-resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) snow product and MODIS Level 1 radiance Swath Data is used to derive snow line altitudes. The snow line altitude at the end of the ablation period provides a proxy for the equilibrium-line altitude (ELA) of a glacier. The variability of the annual ELA itself is a valuable proxy for the variability of glacier mass balance. The mass balances of different glaciers in a specific region often show very high correlations in their temporal variance even though the transient snowline elevation can vary across individual glaciers. In this thesis the former three facts are utilized to derive daily regional snow line altitudes and interannual ELAs on different glacierized regions distributed across the Tibetan Plateau. The regions of interest are the Western Nyainqêntanglha range, three areas in the mountains of the Transhimalayas, the Gurla Mandhata massif in the western Himalayas, the Muztagh Ata in the Pamirs, the Ulugh Muztagh ice cap in the Kunlun Shan and the Purogangri ice cap in the central eastern part of the plateau. The variability of the ELA is used to reveal differences in glacier response to the various climatic forcings.Validation and comparison of results are conducted utilizing Landsat images and a modelling approach. The derived transient snow lines are used to fit the physical based COupled Snowpack and Ice surface energy and MAss balance model (COSIMA) in order to derive energy and mass balance components on a monthly basis. The high resolution atmospheric model data from the High Asia Refined dataset (HAR) is used to correlate ELA variability and to force the COSIMA model.Results show a distinct spatial pattern of average ELA proxy with lowest altitude in the Pamirs dominated by westerlies. Average ELA on the TP is remarkably higher. A tendency towards a generally ascending ELA and more negative MB in the last decade is apparent at the Western Nyainqêntanglha range. A distinct negative MB is modelled for Ulugh Muztagh in the Kunlun Shan between 2008 and 2010. The remote sensing fitted usage of HAR forced COSIMA appears feasible for the analysis on a monthly or annual basis. Sublimation is favoured by rising temperatures, even during periods with temperatures well below freezing point, especially under arid conditions. Results further confirm the essentially different climatic patterns due to large scale circulation and local factors. Whereas, for example, increased westerly air flow in November enhances sublimation at glaciers in the east and central Plateau, it is the driver of increased snowfall in the Pamirs leading to a contrasting regional pattern of ELA variability. Strong southerly flow in July is connected to higher temperatures and is correlated with an increased ELA in most of the study regions. Monsoonal influence is traceable in regions in the Himalaya and Transhimalaya between June and September. El Niño in spring (summer) is connected to a lower (higher) ELA in the Pamir (western Himalaya). In February or March a positive phase of NAO is connected to higher wind speed and a lower ELA at many studied regions.The thesis contributes to a further and detailed understanding of the spatially differencing characteristics of climate forcing of the glaciers on the Tibetan Plateau. It serves to increase the knowledge on the current status of glaciers and cryosphere-atmosphere interaction to estimate their evolution in the future on the Tibetan Plateau. Such results are essential for further improving research on glacier related water availability in Tibet.

OpenAccess:
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Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online

Sprache
English

Externe Identnummern
HBZ: HT019088934

Interne Identnummern
RWTH-2016-06617
Datensatz-ID: 668164

Beteiligte Länder
Germany

 GO


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The record appears in these collections:
Document types > Theses > Ph.D. Theses
Faculty of Georesources and Materials Engineering (Fac.5) > Division of Earth Sciences and Geography
Publication server / Open Access
Public records
Publications database
551610
530000
551520

 Record created 2016-09-05, last modified 2023-04-08