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Opioidwege in Argentinien: Zugang und Barrieren = Opioid pathways: access and barriers



Verantwortlichkeitsangabevorgelegt von Louise Lisbeth März

ImpressumAachen : RWTH Aachen University 2021

Umfang1 Online-Ressource : Illustrationen


Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2021

Veröffentlicht auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University


Genehmigende Fakultät
Fak10

Hauptberichter/Gutachter
;

Tag der mündlichen Prüfung/Habilitation
2021-03-16

Online
DOI: 10.18154/RWTH-2021-06450
URL: https://publications.rwth-aachen.de/record/821947/files/821947.pdf

Einrichtungen

  1. Klinik und Lehrstuhl für Palliativmedizin (534500-2)

Inhaltliche Beschreibung (Schlagwörter)
Argentinien (frei) ; Opioide (frei) ; actor network theory (frei) ; grounded theory (frei) ; opioids (frei) ; palliative care (frei)

Thematische Einordnung (Klassifikation)
DDC: 610

Kurzfassung
Opioide sind in der Palliativmedizin unverzichtbar. Obwohl in Argentinien Fortschritte in der Versorgung gemacht wurden, haben die Patient*innen bislang keinen ausreichenden Zugang. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, vor dem Hintergrund der ANT die Wege der Opioide im argentinischen Gesundheitssystem sowie die Barrieren entlang der Route zu identifizieren und so ein Netzwerk abzubilden. Methodisch wurden die Prinzipien der Grounded Theory angewendet. Basierend auf 39 problemzentrierten Interviews wurden die Schlüsselakteure auf dem Weg von Import und Herstellung bis zur Ausgabe an die Patient*innen herausgearbeitet. Es zeigte sich ein komplexes Netzwerk mit sieben Hauptbarrieren. Das argentinische Gesundheitssystem gliedert sich in drei große Sektoren, denen die Schlüsselakteure zugeordnet werden können: Im privaten Sektor agieren private Kliniken, ambulante Palliativdienste und private Apotheken. Zum öffentlichen Sektor gehören die öffentlichen Krankenhäuser, Hospize bilden hier eine Ergänzung. Die Krankenkassen agieren in einem dritten, halböffentlichen Bereich. Als wichtige Barrieren wurden die Fragmentierung des Gesundheitssystems, restriktive Gesetzgebung und damit einhergehende Bürokratie identifiziert. Opioidkosten, geographische Distanzen, Ängste, Mythen und Vorurteile im Zusammenhang mit fehlender Ausbildung verstärken die Hürden für den Zugang zu Opioiden. Um diesen zu ermöglichen, gibt es nur sehr wenige funktionierende Strukturen. Essentiell sind die individuelle Kenntnis der Opioidwege und die Navigation in diesem System, sowie die persönliche Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Die Ergebnisse haben die Palliativmediziner*innen als Bindeglieder im Netzwerk ausgemacht. Die Komplexität der Opioidwege zusammen mit den Barrieren sind mögliche Gründe für den geringen Opioidverbrauch Argentiniens im globalen Vergleich. Zum einen bestätigen die identifizierten Barrieren den aktuellen Stand der Forschung, zum anderen wurde deren Wirkung und Stellung im Netzwerk spezifiziert. Die Ergebnisse dieser Arbeit könnten den Akteuren Erkenntnisse liefern und zu den in den letzten Jahren erzielten Fortschritten beitragen. Weitere, quantitative Studien wären sinnvoll. Diese Arbeit bietet eine Grundlage für die Verbesserung des Zugangs zu Opioiden für Patient*innen in Argentinien.

Pain medication forms a cornerstone in palliative care. Although advances in the provision have been made in Argentina, patients do not have sufficient access. Using concepts of the actor-network theory (ANT), this study aims to identify both pathways of opioids in the Argentinean health care system and barriers along the route to construct a network. Methodically, the principles of Grounded Theory were applied. Based on 39 problem-centered interviews the key actors on the pathway from importation and manufacture to the distribution to the patient were identified. A complex network with seven main barriers was revealed. The Argentinean health care system is divided into three large sectors to which the key actors can be assigned. The private sector includes private clinics, outpatient palliative services and private pharmacies. The public sector includes the public hospitals, with hospices forming a complementary element. The health insurance companies operate in a third, semi-public sector. Fragmentation of the health care system, restrictive legislation and the associated bureaucracy were identified as important barriers. Opioid costs, geographical distances, fears, myths and prejudices related to lack of education increase the barriers to access opioids. To allow access to opioids, the knowledge about opioid pathways and how to navigate them, as well as cooperation between the actors involved, are essential. The results found palliative physicians as links in the network. The complexity of the multiple pathways, as well as the barriers identified could be an explanation for the lack of access to opioids in Argentina compared to the global average. The barriers largely coincide with the state of the art in research. New are their interaction and position in the network. The results of this study could provide insights for the actors and contribute to the progress achieved in recent years. It provides a basis for improving access to opioids for palliative patients in Argentina. Further quantitative studies would be useful. This study provides a basis for improving access to opioids for patients in Argentina.

OpenAccess:
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(zusätzliche Dateien)

Dokumenttyp
Dissertation / PhD Thesis

Format
online

Sprache
German

Externe Identnummern
HBZ: HT020984681

Interne Identnummern
RWTH-2021-06450
Datensatz-ID: 821947

Beteiligte Länder
Germany

 GO


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Dokumenttypen > Qualifikationsschriften > Dissertationen
Publikationsserver / Open Access
Medizinische Fakultät (Fak.10)
Öffentliche Einträge
534500\-2
Publikationsdatenbank

 Datensatz erzeugt am 2021-07-05, letzte Änderung am 2025-10-21


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